Samstag, 24. Juni 2017

Französisches Sauerteigbrot

Ich habe so einige Youtube Channels abonniert, unter anderem Alex French guy cooking. Alex hat vor einige Zeit ein Sauerteigbrot im Rahmen seiner Sauerteig-Reihe vorgestellt. Da ich mich ja seit einiger Zeit auch unter die Brotbäcker begeben habe, war sofort klar: dieses Brot muss ich auch unbedingt nachmachen. Ich habe die Mehlsorten an die deutsche Varianten angepasst (eine 1 zu 1 Mischung aus Type 1050 und 550 geht natürlich auch) und das Brot hat wunderbar funktioniert. Toll fand ich auch den Tipp, dass man beim Backen im gusseisernen Topf Wasser einsprühen soll, bevor man den Deckel schließt. Das wird sonst immer übergangen und mit etwas Dampf im Topf erhält man eine viel schönere Kruste. Vorher war ich doch schon hin und wieder enttäuscht vom Backen im Topf (außer beim No Knead Bread, da klappt es wunderbar) und bin dazu übergegangen, alle meine Brote auf einem Backstein zu backen. Mit dem Dampf im Topf erhält man hingegen ein tolles Ergebnis, so wie ich es mir vorstelle. Ein bisschen Zeit braucht das Brot natürlich, am besten fängt man an Tag 1 frühmorgens mit dem Sauerteig an und kann dann an Teig 2 morgens das Brot backen. Wer zu den späten Frühstückern gehört, hat dann ein frischgebackenes Brot auf dem Frühstückstisch stehen.


Für den Sauerteig:
2 EL Weizenanstellgut
100g Wasser
100g Weizenmehl, Type 1050

Für den Sauerteig das Anstellgut mit Wasser und Mehl vermischen und ca. 5 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat und der Teig Blasen wirft.

Für den Hauptteig:
200g Sauerteig
400g Wasser
600g Weizenmehl, Type 1050
12g Salz


Für den Hauptteig den Sauerteig in Wasser auflösen, das Mehl zufügen vermischen und 30 Minuten bis eine Stunde ruhen lassen. Dann das Salz zufügen und alles 10 Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten (slapping and folding). Den Teig 4 Stunden bei warmer Temperatur ruhen lassen. Den Teig auf eine nicht bemehlte Arbeitsfläche legen und leicht mit Mehl bestäuben und umdrehen. Alle vier Seiten zur Mitte hin falten, bis eine Kugel entsteht. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Wieder leicht mit Mehl bestäuben, umdrehen und alle vier Seiten zur Mitte hin falten und dann aufrollen. Dann den Teig zu einer Kugel formen, indem man mit einem Teigspachtel von allen Seiten den Teig zur Mitte hin drückt. Eine Schüssel mit einem sauberen Küchentuch auslegen, dieses mit Mehl bestäuben und den Teig mit dem Schluss nach oben hineinsetzen. Den Teig mit Mehl bestäuben und dann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Zwei Stunden vor dem Backen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Einen gusseisernen Topf im Ofen auf 250°C erhitzen, dann den Teig in den Topf setzen. Den Brotteig einritzen, Wasser in den Topf spritzen, Deckel aufsetzen und in den Ofen schieben. Die Temperatur auf 220°C reduzieren und das Brot 25 Minuten mit geschlossenen Deckel backen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 25 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 17. Juni 2017

Grillbrot

Auch wenn das tolle Sommerwetter heute eine kurze Pause eingelegt hatte, so geht es doch morgen schon wieder weiter und nächste Woche soll es auch richtig toll werden. Und was gehört zu einem ordentlichen Sommerabend dazu? Natürlich, klar, Grillen. Und was braucht man neben ein paar Würstchen, Steak, Salaten oder Grillgemüse: Brot. Schließlich braucht man ja etwas, auf das man die leckere Kräuterbutter streichen kann ;). Man kann dafür einfach ein Baguette oder Ciabatta backen, man kann aber auch das Brot direkt auf dem Grill garen. Das Rezept habe ich gesehen und musste es sofort nachbacken. Das ist natürlich kein Problem, denn dafür habe ich eigentlich immer alles im Haus. Und das  Grillbrot schmeckt einfach nur genial lecker, muss ich euch sagen. Das Brot ist innen schön weich und samtig, außen schön knusprig und durch das Grillen über Holzkohle bekommt es ein wunderbares rauchiges Aroma. Das Grillbrot kann ich euch also nur wärmstens empfehlen und auch bei uns wird es ab sofort regelmäßig auf den Rost kommen.




 
Für 8 Brote:

½ Würfel Hefe
300ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
500g Mehl
1 TL Salz
2 EL Öl
Olivenöl zum Bestreichen


Für die Grillbrote die Hefe im warmen Wasser auflösen und den Zucker unterrühren, etwa 5 Minuten stehen lassen. Dann Mehl, Salz, Öl und die Hefemischung zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche in 8 Stücke teilen und diese zu flachen, ovalen Fladen formen, das geht am besten mit der Hand. Die Fladen von einer Seite mit Olivenöl bestreichen und dann auf den heißen Grill legen. Die Brote 3 Minuten grillen, dann die noch nicht gegrillte Seite ebenfalls mit Olivenöl bestreichen. 

 
Die Brote wenden und weitere 3 Minuten zu Ende grillen. Besonders lecker schmecken die Brote übrigens, wenn man vor dem Grillen noch grobes Meersalz oder auch Kräutersalz (wir haben ein ganz tolles Wildkräuter-Blumen-Salz, das schmeckt super) auf das Öl streut.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 10. Juni 2017

Zitronensorbet

Morgen soll es wieder heiß werden, deshalb muss ich euch unbedingt noch dieses weltbeste Zitronensorbet vorstellen. Besonders toll ist daran, dass ihr nur Zucker, Wasser und Zitronen dafür braucht, noch nicht einmal eine Eismaschine. Das Sorbet wird nämlich auch ganz ohne wunderbar cremig und schmeckt herrlich erfrischend, super zitronig und alles andere als künstlich. Wir alle waren so begeistert, meine Mutter meinte sogar, dass das das beste Zitroneneis sei, das sie jemals gegessen hat und das soll schon was heißen. Das Sorbet schmeckt pur, mit ein paar frischen Erdbeeren oder aber auch toll, wenn ihr eine Kugel davon mit etwas Sekt aufgießt.


Für das Sorbet:
200g Zucker
200g Wasser
4 Bio-Zitronen

Für das Sorbet Zucker mit Wasser zusammen aufkochen lassen und 10 Minuten leise vor sich hin simmern lassen. In der Zwischenzeit die Schale der Zitronen fein abreiben und den Saft auspressen, beides zum Zuckersirup geben und gut verrühren. Die Mischung in eine Metallschüssel, die in das Gefrierfach passt, füllen und in das Gefrierfach stellen. Das Eis mindestens vier Stunden gefrieren lassen und dabei alle 30 Minuten umrühren, damit das Eis cremig wird. Wer eine Eismaschine hat, kann natürlich auch diese nutzen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 3. Juni 2017

Limoncello Trüffel

Auch wenn einem bei diesem Wetter nicht direkt in den Sinn kommt Pralinen herzustellen, so passen diese Limoncello Trüffel doch perfekt zum Sommer … und eigentlich jeder anderen Gelegenheit auch. Die Zitrusnote harmoniert wunderbar mit der weißen Schokolade. Die Trüffel sind nicht nur schnell gemacht, sondern sind schön cremig und schmecken hervorragend. Natürlich eignen sich die Trüffel auch wunderbar zum Verschenken.



Für 20 Stück:
25g Sahne
Abgeriebene Schale von ½ Zitrone
25ml Limoncello
150g weiße Schokolade, fein gehackt
20g weiche Butter
50g Puderzucker

Für die Trüffel die Sahne mit der Zitronenschale und der Hälfte des Limoncellos aufkochen lassen. Die Sahne über die weiße Schokolade gießen, eine Minute stehen lassen und dann rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Ganache abgedeckt 12 Stunden ruhen lassen. Danach die Ganache mit den Rührgerät aufschlagen, Butter untermischen und den restlichen Limoncello einrühren. Die Masse 3 Minuten weiterschlagen, bis sie luftig und steif ist. Die Masse mit einem Spritzbeute zu Tupfen auf ein Backpapier spritzen und eine Stunde im Kühlschrank aushärten lassen. Die Trüffel in den Händen rollen, bis sie schön rund sind, dann im Puderzucker wälzen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 27. Mai 2017

Weißbrot

Heute habe ich mal kein Sauerteigbrot für euch, sondern ein ganz schnödes, einfaches, dafür aber umso leckeres Hefeteigbrot. Um genau zu sein ist es ein Kastenweißbrot, das sich hervorragend für Sandwiches eignet. Es ist schön saftig und luftig und stiehlt dem Belag nicht die Show. So wie es sich für ein Sandwichbrot gehört. Wir sind begeistert von diesem einfachen Brot, das besonders gut mit einer Thunfischcreme schmeckt.


Für ein Brot:
½ Würfel Hefe
330ml sehr warmes Wasser
500 – 550g Mehl
1 ¼ TL Salz
25g Zucker oder Honig
30ml Öl
1TL geschmolzene Butter zum Bestreichen des Brotes


Für das Weißbrot die Hefe im Wasser auflösen. 450g des Mehls mit Salz und Zucker mischen. Wasser-Hefe-Mischung und Öl zufügen und alles gut vermischen. Den Teig abgedeckt für 10 Minuten ruhen lassen. Während die Rührmaschine läuft nach und nach so viel des restlichen Mehls zufügen, bis ein glatter, weicher Teig entsteht, der sich leicht klebrig anfühlt, wenn man ihn mit dem Finger berührt. Den Teig 2 Minuten lang kneten lassen und dann mindestens eine Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig danach zu einem 20cm langes Rechteck drücken und aufrollen, dabei das Ende gut verschließen. Den Teig mit dem Schluss nach unten in eine gefettete Kastenform setzen und abgedeckt so lange gehen lassen, bis der Teig etwa 2cm über der Form herausschaut. Danach das Brot ca. 30 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) goldbraun backen. Das Brot herausnehmen und auf ein Gitterrost setzen und sofort mit der Butter bestreichen (das gibt den schönen Glanz an der Oberfläche), dann vollständig erkalten lassen.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 21. Mai 2017

Rote-Linsen-Aufstrich

Die Sammlung an diversen Brotsorten, egal ob mit oder ohne Sauerteig, ist hier im Blog mittlerweile ja schon ganz ordentlich. Aber man kann ja nicht von Brot alleine leben, deshalb gibt es heute mal wieder einen Aufstrich aus roten Linsen für aufs Brot. Der Aufstrich schmeckt unglaublich aromatisch und würzig, wir waren sehr begeistert. Eine tolle Alternative zu Wurst, Käse und Co.


Für den Aufstrich:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Stück (1cm) Ingwer, fein gehackt
2 EL Öl
1 Karotte, in feine Würfel geschnitten
100g rote Linsen
1 EL Tomatenmark
2 TL Garam Masala
½ TL gemahlener Koriander
200ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
2-3 TL Zitronensaft
Reichlich frische Petersilie, fein gehackt

Für den Rote-Linsen-Aufstrich Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Öl andünsten, dann Karotte und Linsen zufügen und ca. 1 Minute mitdünsten. Das Tomatenmark, Garam Masala und den Koriander zufügen und kurz mit anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und 10 – 12 Minuten garen, bis die Linsen anfangen zu zerfallen. Die Mischung mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, die Petersilie unterheben und alles 30 Minuten kalt stellen. 

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 14. Mai 2017

Haselnuss-Gugl

Heute ist Muttertag und wer noch auf der Suche nach einem schnellen, selbstgemachten Geschenk (der Favorit von Mamas) ist, dem seien diese Haselnuss-Gugl ans Herz gelegt. Sie sind schnell gemacht, schmecken lecker und sind so hübsch, fast wie eine Praline. Natürlich kann man die Gugl auch in einer anderen Form backen, muss dann aber evtl. die Teigmenge anpassen (z.B. verdoppeln für eine Muffinform). Eine Herzform ist natürlich auch sehr passend für heute. Das Rezept dazu stammt übrigens aus dem Buch „Feine Gugl“ von Chalwa Heigl, allerdings habe ich die Zubereitung angepasst. Na dann nix wie auf in die Küche und schnell noch etwas für die Mama gezaubert.


Für 18 Gugl:
1 Ei
35g Puderzucker
1-2 EL Milch
45g Butter, geschmolzen
40g Mehl
5g Kakao
45g Haselnüsse

Für die Haselnuss-Gugl das Ei mit dem Puderzucker schaumig schlagen, dann
Milch und Butter unterrühren. Mehl, Kakao und Haselnüsse mischen und nur ganz kurz unterrühren. Den Teig in die gefetteten und bemehlten Gugl-Formen füllen (je Gugl ca. 1 TL) und dann bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!