Sonntag, 24. März 2019

Salzzitronen

Salzzitronen sind aus der marrokanischen Küche nicht mehr wegzudenken und da ich mich im Moment sehr mit den verschiedenen Küchen in dieser Region beschäftige, war es klar, dass ich die nachmachen musste. Ich habe ein bisschen im Internet rumgelesen und aus verschiedenen Anleitungen und Rezepten dann diese Vorgehensweise zusammengewürfelt.
Die Flüssigkeit der Zitronen wird fast sirupartig und die Zitronen weicher. Aber lasst euch davon nicht täuschen, sie sind noch immer ziemlich salzig und sauer, deshalb eignen sie sich hervorragend als Würzmittel beim Kochen. Nächste Woche kommt dann auch schon die erste Idee für eine Verwendungsmöglichkeit.
 


Für 1 Glas eingelegte Salzzitronen:
3 unbehandelte Bio-Zitronen
3 EL grobes Meersalz
kochendes Wasser
Für die eingelegten Salzzitronen die Zitronen gründlich waschen und das Einmachglas sterilisieren. Dann 2 der 3 Zitronen tief über Kreuz einschneiden, als ob ihr die Zitronen achteln wolltet, dabei aber nicht ganz durchschneiden. Dann je 1 EL Meersalz auf die Schnittfläche der Zitrone verteilen und ein weiteren EL Salz in das Glas geben. Die Zitronen fest in das Glas drücken. Die letzte Zitrone auspressen und das Glas mit dem Zitronensaft und kochendem Wasser auffüllen, bis die Zitronen vollständig bedeckt sind. Das Glas verschließen und einen Tag stehen lassen, dabei hin und wieder "schütteln", bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Dann die Salzzitronen kühl und dunkel gelagert (bei mir im Kühlschrank) 3 - 4 Wochen reifen lassen. Nun sind sie fertig und können weiter verwendet werden.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 17. März 2019

Linsen-Hack-Eintopf

Linsen essen wir hier in regelmäßigen Abständen in allen möglichen Varianten (auch wenn ich noch immer keinen klassischen Linseneintopf gepostet habe), so wie andere Hülsenfrüchte auch. Diese Kombination aus Linsen mit Hackfleisch, Spinat und Rosinen hat mir besonders gut geschmeckt, weil sie nicht nur herzhaft, sondern auch durch den Kreuzkümmel und Zimt sehr aromatisch gewürzt ist. Im Originalrezept werden Tellerlinsen verwendet, ich mag aber lieber braune Linsen, die besser ihre Form behalten. Da könnt ihr aber selbst entscheiden und nehmen, was ihr an Linsen am meisten mögt.

 
Für den Eintopf:
250g Linsen
1 Liter Wasser
500g Hackfleisch
3 EL Öl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Chili, fein gehackt
Salz
Pfeffer
1 TL gemahlener Zimt
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
75g Rosinen
500g Blattspinat
2 EL Sesam, geröstet
Saft 1 ZItrone
Sahnejoghurt zum Servieren

Für den Eintopf die Linsen in Wasser nach Packungsanweisung bissfest garen. In der Zwischenzeit das Hackfleisch in Öl krümelig anbraten, dann Zwiebeln, Knoblauch und Chili zufügen und  mit anbraten. Dann Salz, Pfeffer, Zimt und Kreuzkümmel würzen. Die Rosinen und den Spinat zufügen und evtl. etwas Wasser angießen (war bei mir nicht nötig). Das Fleisch 15 Minuten leise köcheln lassen, dann die Linsen zufügen, mit Zitronensaft abschmecken, mit Sesam bestreut und einem Klecks Joghurt servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 10. März 2019

Brioche 2.0 - auch für Burger Buns

Hier habe ich ja schon geschrieben, dass ich nach wie vor auf der Suche nach einem richtigen, saftigen, weichen, fluffigen Brioche Burger Bun bin. Kurz nachdem ich den Post veröffentlicht hatte, ist mir eingefallen: warum nicht einfach einen richtigen Briocheteig nehmen und daraus Brötchen formen? Manchmal liegt die Antwort doch so nah. Ich habe mir noch einmal mein Brioche Rezept angeschaut, das ich bereits vor Ewigkeiten gebloggt hatte und befand, dass es zu wenig Ei und Butter enthält. Als ich dann auf Youtube dieses Video zu Brioche gesehen hatte (das Rezept findet ihr hier), war klar, dass ich das als Grundlage für meine Burger Buns nehmen wollte. Und wir sind sehr zufrieden, die Suche nach dem perfekten Brioche Burger Bund hat ein Ende gefunden. Die Brötchen sind herrlich weich, saftig und unglaublich reichhaltig - deshalb auch nur für "besondere" Gelegenheiten und ansonsten bleibe ich bei meinem altbewährten Rezept. Mein Mann fand zwar, dass im Originalrezept der Zucker zu wenig war und es etwas mehr für ein ordentliches Brioche Brötchen sein sollte. Deshalb habe ich euch eine Spanne von 50g (wie im Original) bis zu 100g angegeben und ihr könnt es nach eurem Geschmack abwandeln. Ein tolles Rezept, das nicht nur als Burger Buns hervorragend schmeckt, sondern auch als klassisches Brioche. 

 
Für ca. 10 - 12 Burger Buns oder 2 große Brioche:
500g Mehl
10g Salz
50 - 100g Zucker (nach Geschmack)
1 Pk. Trockenhefe (oder 15g frische Hefe)
Schale von 1 Orange (für klassisches Brioche)
6 Eier
100g Milch (nach Bedarf)
250g weiche Butter, in Würfel geschnitten
1 Eigelb mit 1 EL Wasser verquirlt, zum Bestreichen

Für das Brioche Mehl, Salz, Zucker, Trockenhefe und bei klassischem Brioche Orangenschale mischen. Wenn ihr frische Hefe benutzt, dann löst diese in etwa 2 - 3 EL der Milch auf und fügt sie nach ca. 15 Minuten Ruhe hinzu. Dann die Eier zufügen und mit der Maschine verkneten, evtl. noch etwas der Milch zufügen, bis der Teig anfängt, zusammen zu halten (bei mir war keine zusätzliche Milch nötig, das hängt natürlich u.a. von der Größe der Eier ab). Die Rührmaschine höher stellen und 5 Minuten kneten lassen. Dann die Butterwürfel nach und nach zufügen, bis ein glatter, weicher Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. Den Teig nun entweder zugedeckt über Nacht im Kühlschrank oder 2-3 Stunden warm gehen lassen (ich habe dafür den Ofen kurz auf 50°C vorgeheizt, dann ausgeschaltet und den Teig dort gehen lassen). Den Teig nun auf leicht bemehlter Arbeitsfläche durchkneten und für Brötchen 100g Teig abwiegen und zu runden Brötchen formen. Die Bröchten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten gehen lassen. Für klassisches Brioche den Teig halbieren, zu länglichen Rollen formen und dann in gefettete Kastenformen setzen. Das Brioche bei Zimmertemperatur 2-3 Stunden gehen lassen. Danach die Brötchen/das Brioche mit der Eigelbmischung bestreichen und dann die Bröchten 20 Minuten und das Brioche 35 Minuten bei 200°C (Ober-/Unterhitze) mit Dampf backen. 

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 2. März 2019

Brezelstücke mit Käsedip

Beim gemütlichen Fernsehabend gibt es doch nix besseres als etwas leckeres zum Knabbern, oder? Diese Brezelstücke mit Käsedip passen da herrlich dazu, sind schnell gemacht und schmecken wirklich sehr lecker auch ohne Fernseher ;)

 
Für die Brezelstücke:
10g frische Hefe
180ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
280g Mehl
1 TL Salz
2 EL Butter, geschmolzen
1,25l Wasser
40g Natron
1 Eigelb mit 1 EL Wasser vermischt 
grobes Salz zum Bestreuen

Für die Brezelstücke die Hefe im Wasser auflösen und mit Zucke vermischen, dann 15 Minuten ruhen lassen. Mehl, Salz, Butter und Hefemischung zu einem glatten Hefeteig verkneten, evtl. noch etwas Mehl zufügen. Den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann den Teig halbieren, zu 2cm dicken langen Rollen formen und 2cm große Stücke abstechen. Das Wasser und Natron aufkochen lassen und dann die Teigstücke zufügen und 30 Sekunden ziehen lassen. Dann aus dem Wasser nehmen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, mit Eigelb bestreichen und mit Salz bestreuen. Die Brezelstücke dann bei 230°C in 10 - 15 Minuten goldbraun backen. Etwas abkühlen lassen und dann mit Käsedip servieren.

Für den Käsedip:
1 EL Butter
1/2 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 Jalapeno, fein gewürfelt
170ml Kondensmilch
1 EL Speisestärke
60g Frischkäse
1 TL Senf
170g Cheddar Käse, gerieben

Für den Käsedip die Butter schmelzen und dann die Zwiebel, den Knoblauch und Jalapeno darin glasig andünsten. Kondensmilch und Speisestärke zufügen und vermischen. Dann Frischkäse und Senf zufügen und glatt rühren, bis der Frischkäse geschmolzen ist. Dann den Cheddar Käse nach und nach zufügen und rühren, bis der Käse geschmolzen ist. Noch warm zu den Brezelstücken servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 23. Februar 2019

Pita Brot

Passend zu dem Falafel folgen nun auch noch die Pita Brote, zu denen wir die Falafel gegessen haben. Sie sind einfach gemacht und schmecken sehr lecker. Im Ofen gehen sie herrlich auf und ergeben eine Tasche, allerdings sind sie mir bei einigen wieder zusammen gefallen. Das ist aber nicht schlimm, denn man kann sie auch einfach wie ein Flachbrot zusammenfalten, da die Pita Brote schön weich und geschmeidig bleiben, wenn man sie warm hält.


Für 8 Brote:
310g Mehl
35g Vollkornweizenmehl
2 TL Trockenhefe
1/2 TL Zucker
1 TL Salz
2 EL Öl
1 cup lauwarmes Wasser

Für die Pita Brote alle Zutaten einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort für ca. eine Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Ofen mit Backstein oder Backblech auf der untersten Schiene auf 250°C erhitzen. Den Teig in 8 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Abgedeckt noch weitere 10 Minuten ruhen lassen und dann jeweils zu dünnen Fladen mit 20cm Durchmesser rollen. Die Fladen einzeln auf den Backstein legen und ca. 2 Minuten backen, bis sie aufgeblasen sind. Dann umdrehen und noch eine weitere Minute backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 17. Februar 2019

Falafel 2.0

Im Blog habe ich vor langer Zeit bereits ein Rezept für Falafel veröffentlicht, die gebacken und nicht frittiert werden. Die Falafel waren sehr lecker und wir haben sie in der Zwischenzeit bereits schon einige Male gemacht. Aber ich wäre nicht Miri, wenn ich nicht doch immer wieder auf der Suche nach Möglichkeiten wäre, wie man die Rezepte verbessern könnte. Deshalb habe ich dieses Mal Falafel 2.0 gemacht, die der Originalzubereitungsweise deutlich näher kommen. Die Falafel werden nämlich nicht nur frittiert, sondern auch noch aus getrockneten Kichererbsen gemacht, die nur über Nacht eingeweicht und dann mit einem Mixer zerkleinert werden. Dadurch und natürlich durch das Frittieren erhalten die Falafel eine herrliche Konsistenz, sind cremig, aber nicht matschig und haben eine wahnsinnig knusprige Kruste. Mit etwas Joghurtdip, Tomaten, Gurken, Salat in einem Pita Brot serviert eine tolle Mahlzeit, die uns trotz ihrer Einfachheit sehr begeistert hat.


Für ca. 20 - 25 Falafel:
1 cup getrocknete Kichererbsen, für 24 Stunden (oder über Nacht) eingeweicht (ergibt ca. 3 cups)
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
3 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
1 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 Prise Koriander, gemahlen
1 Prise Chili
1 TL Salz
1 EL Zitronensaft
2 EL Mehl
1/2 TL Backpulver
Öl zum Frittieren


Für die Falafel die eingeweichten Kichererbsen abtropfen und abwaschen, dann jeweils die Hälfte der Kichererbsen, Zwiebel, Knoblauch und Petersilie in einem Mixer zerkleinern. Die Masse sollte zwar nicht komplett glatt püriert sondern noch etwas stückig sein, aber zusammen halten, wenn man sie zwischen den Fingern zussamendrückt. Die Kichererbsenmasse mit Kreuzkümmel, Korander, Chili, und Salz würzen, Zitronensaft, Mehl und Backpulver zufügen und alles gut vermischen. 
 


Die Masse dann für eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Dann eine tiefe Pfanne mit reichlich Öl füllen und auf 190°C erhitzen. Dann Golfball große Kugeln aus den Kichererbsen formen und im heißen Öl von beiden Seiten goldbraun ausbacken, dann auf ein mit Krepppapier belegten Teller abtropfen lassen und noch warm servieren.


Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 9. Februar 2019

Khoresh Gheymeh

Nachdem ich dieses Video für Khoresh Gheymeh, einem persischen Eintopf mit Spalterbsen, gesehen habe, war ich sofort hin und weg. Der Eintopf sah so lecker aus, da musste ich ihn gleich nachkochen. Ich hatte jedoch leider keine getrockneten Limetten mehr im Haus, die ich dann aber beim persischen Lebensmittelgeschäft gefunden habe. Und der Eintopf ist echt der Hammer. Er schmeckt unglaublich würzig und aromatisch und die getrockneten Limetten machen das gewisse Extra aus. Dazu gab es bei uns nicht nur die unten beschriebenen "Pommes" sondern auch noch den persischen Safranreis, der bei allen persischen Gerichten eigentlich der Star ist. Außerdem habe ich noch einen Dip aus griechischem Joghurt, Knoblauch, Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft gereicht. Ein Festmahl, das der ganzen Familie unglaublich gut geschmeckt hat.

Für den Eintopf:
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
3 EL Öl
500g Rindfleisch, in kleine Stücke geschnitten
1 TL Kurkuma
3/4 TL Zimt
3 EL Tomatenmark
150g Chana Dal (gelbe Spalterbsen), über Nacht in Wasser eingeweicht und dann abgespült
3 getrocknete Limetten, mit einem Messer mehrfach eingestochen und in Wasser eingeweicht
Salz
Pfeffer
1 Liter Wasser
zermörserter Safran in Wasser aufgelöst, davon 1 EL

Für den Eintopf die Zwiebel in Öl glasig andünsten und dann das Fleisch zufügen und anbraten. Dann Kurkuma, Zimt und Tomatenmark zufügen und kurz anschwitzen. Dann das Chana Dal und die getrockneten LImetten zufügen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und mit Wasser aufgießen. Den Eintopf 1 Stunde abgedeckt köcheln lassen und dann noch eine weitere 1/2 Stunde offen, sodass die Soße schön sämig einkocht. Zum Schluss noch mit Salz abschmecken und 1 EL Safranwasser zufügen.

Für die "Pommes":
3 große Kartoffeln
Öl zum Frittieren
Salz

Für die Pommes die Kartoffeln schälen und zuerst in dünne Scheiben und dann in Streifen schneiden. Die Kartoffelstreifen waschen und trocknen und dann in Öl knusprig braun frittieren. Dann salzen und zum Khoresh Gheymeh servieren.


Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!