Sonntag, 24. Juli 2016

Pizzateig ohne Kneten

Nachdem ich angefangen habe Pizza selbst zu machen, gab es kein Zurück mehr: nie wieder Fertigpizza und Co. Selbstgemacht ist einfach so viel besser, das sprengt jeden Vergleich. Über die Jahre hinweg habe ich dann immer wieder an der perfekten Pizza gearbeitet und so einiges verändert. Eine andere Form, einen anderen Teig, unterschiedliche Arten des Belags und so weiter. 
Jetzt bin ich der perfekten Pizza recht nahe gekommen: der Teig geht 24 Stunden und wird nur mit extrem wenig Hefe angesetzt und dann muss er noch nicht einmal geknetet werden. Dadurch ergibt sich ein wunderbar aromatischer Teig, der knusprig ausbäckt und schöne Poren und eine tolle Kruste hat. 
Als nächstes habe ich mir einen Pizzastein zugelegt, wobei ich damit wirklich noch ein bisschen üben musste. Am Anfang landeten die Pizza halb auf dem Stein und der Belag daneben. Was ein Chaos und welch eine Sauerei, die ich danach irgendwie wieder beseitigen durfte. Ich war schon kurz davor aufzugeben, habe dann aber doch noch einen Versuch gewagt. Den Teig habe ich mit einem klitzekleinen bisschen weniger Wasser zubereitet und nach geeignetem Equipment für das Hinüberbugsieren auf den Pizzastein gesucht. Gefunden habe ich jetzt ein Brett, das zwar dafür auch nicht optimal ist, aber es funktioniert halbwegs. Der Belag besteht aus würziger Salami und ganz viel Käse und die Pizza war echt der Hammer. 
Näher an die perfekte Pizza komme ich jetzt nur noch mit dem richtigen Equipment und einem echten Holzofen. Der Teig aber, der ist perfekt, den könnt ihr auch für alle anderen Varianten an Pizza nutzen. Also nix wie ran an den Ofen!


Für den Teig:
375g Mehl
1/8 TL Trockenhefe
1 TL Salz
250ml Wasser


Für den Pizzateigs abends um 19 oder 20 Uhr alle Zutaten mit einem Löffel verrühren und dann abgedeckt über Nacht bis zum nächsten Abend bei Raumtemperatur stehen lassen. Den Ofen (am besten mit einem Pizzastein) so heiß wie möglich, mindestens aber auf 250°C vorheizen. Den Pizzateig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche noch einmal durchkneten, bis er nicht mehr an der Arbeitsfläche klebt. Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen und jeweils mit den Händen zu dünnen runden Fladen drücken (nicht mit einem Nudelholz rollen!). Je einen Fladen auf ein Holzbrett, das gründlich mit Mehl bestäubt ist legen. Den Teig nach Belieben mit Tomatensoße, Käse und gewünschtem Belag belegen und dann auf den Pizzastein „schubsen“. Die Pizza ca. 5-8 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 17. Juli 2016

Teriyaki Fleischbällchen

Heute habe ich wieder ein leicht asiatisch angehauchtes Gericht für euch: Teriyaki Fleischbällchen. Die Fleischbällchen werden vergleichsweise neutral und leicht gewürzt, dafür aber in einer kräftigen, aromatischen und würzigen Sauce gegart. Ingwer, Sojasauce und Knoblauch spielen hierbei eine Hauptrolle und ergänzen sich wunderbar. Dazu gab es bei uns Quinoa, aber auch Reis schmeckt toll dazu. Eine schöne Abwechslung zur normalen Frikadelle und dem bereits allseits bekannten italienischen Fleischbällchen (hierfür habe ich noch gar kein Rezept online, fällt mir gerade ein….).


Für die Sauce:
¼ cup Sojasauce
1 cup Wasser
1 EL frisch geriebener Ingwer
½ Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL brauner Zucker
1 EL Honig
1 EL weißer Essig
1 EL Speisestärke

Für die Fleischbällchen:
500g Rinderhackfleisch
1 Ei
1/3 Semmelbrösel
½ TL Salz
Pfeffer
1 TL Worcestershiresauce
½ Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Öl

Zum Servieren:
Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
150g Quinoa

Für die Sauce alle Zutaten gründlich verrühren. Für die Fleischbällchen alle Zutaten bis auf das Öl gut vermischen und dann zu kleinen Bällchen formen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten goldbraun anbraten. In der Zwischenzeit den Quinoa nach Packungsangabe kochen. Die Sauce über die Fleischbällchen gießen und noch ca. 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Fleischbällchen gar sind und die Sauce angedickt ist. Die Frühlingszwiebeln darüber streuen und zusammen mit dem Quinoa servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 10. Juli 2016

Roggenvollkornbrot

Heute habe ich ein reines Roggenvollkornbrot für euch. Ich mag den herzhaften, kräftigen und würzigen Geschmack von Roggen. Da es sich um Roggenvollkornmehl handelt und keine weiteren Triebmittel als Sauerteig verwendet wird, ist das Brot etwas kompakter. Ich finde es aber trotzdem super lecker. Am besten schmeckt das Brot mit einem kräftigen Brotbelag. Toll stelle ich mir das Brot auch zu den typisch hessischen Gerichten Kochkäse oder Handkäse mit Musik vor.


Für den Sauerteig Stufe 1:
85g Roggenvollkornmehl
85g Wasser (50°C)
9g Roggenanstellgut
Für den Sauerteig der Stufe 1 alle Zutaten verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Sauerteig Stufe 2:
260g Roggenvollkornmehl
230g Wasser (40°C)
9g Salz
Für den Sauerteig der Stufe 2 zu dem Sauerteig der Stufe 1 Mehl, Wasser und Salz zugeben, gründlich verrühren und 8-10 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.  

Für den Hauptteig:
Sauerteig Stufe 2
100g Roggenvollkornmehl

Für den Hauptteig dann noch das restliche Mehl zufügen alles gut vermengen und zu einem länglichen Brot formen. Das Brot mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten reifen lassen. Das Brot einschneiden und bei 240°C 15 Minuten backen (ohne Dampf). Dann die Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 30 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 3. Juli 2016

Manti

In letzter Zeit habe ich gerne türkische Rezepte ausprobiert. Neben dem Lamahcun, den ich euch letztens schon vorgestellt habe, sind Manti, also eine Art türkische Tortellini, ein Muss. Der Teig und die Füllung sind, wie immer, schnell gemacht, nur das Füllen und Zubereiten benötigt ein bisschen Zeit oder ein weiteres Paar helfende Hände. Dazu gibt es einen Joghurt Dip und schon hat man eine würzige, leckere und durch den Joghurt erfrischende Mahlzeit auf dem Tisch. Besonders die herzhafte, kräftig gewürzte Füllung mit ganz vielen Kräutern hat es mir angetan, die ist wirklich so lecker. Macht das unbedingt mal nach.


Für den Teig:
400g Mehl
1 Ei
1 Eigelb
½ TL Salz
125ml Wasser

Für die Füllung:
250g Rinderhackfleisch
1 Zwiebel, sehr fein gewürfelt
½ frischer Petersilie, fein gehackt
½ TL getrocknete Minze
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Paprikapulver
½ TL Salz
Pfeffer

Zum Servieren:
300g türkischer Joghurt
2 Knoblauchzehen, zu einer feinen Paste verrieben
Salz
2 EL Butter
1 TL Pul Biber


Für den Teig Mehl, Eier, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt 45 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit für die Füllung alle Zutaten gründlich verrühren. Dann den Teig in vier Teile teilen und mit der Nudelmaschine zu gleichmäßig dünnen Streifen ausrollen (Stufe 4 von 7 bei meiner Maschine). Die Nudelbahnen zu 5x5cm großen Quadraten schneiden. Die Füllung gleichmäßig (ca. ½ TL) mittig auf allen Quadraten verteilen. Dann je zwei gegenüberliegende Ecken zusammendrücken, sodass Pyramiden entstehen. Die Teigränder gut verschließen, damit die Füllung nicht beim Kochen heraustritt. 



Zum Servieren den Joghurt mit dem Knoblauch und etwas Salz abschmecken. Die Butter zerlassen und Pul Biber einrühren. Die Nudeln in kochendem Salzwasser ca. 5-6 Minuten garen (am besten nacheinander oder in einem sehr großen Topf), herausheben und sofort mit der Joghurtsoße und der Gewürzbutter servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 26. Juni 2016

Schwarzbierroggenbrot

Heute gibt es wieder ein sehr kräftiges und würziges Brot mit Roggenmehl und Bier. Beim Bier könnt ihr ein wenig rumprobieren, was euch am besten schmeckt, es sollte allerdings nicht zu süß sein. Das Bier schmeckt zwar nicht sonderlich dominant im fertigen Brot, gibt aber eine kräftige Würze und ein schönes, rundes Aroma. Das Brot schmeckt gut zu einer zünftigen Brotzeit, harmoniert aber auch mit süßen Aufstrichen wunderbar.


Für den Sauerteig:
230g Roggenmehl, Type 1150
230g Wasser
23g Roggenanstellgut

Alle Zutaten gut verrühren und abgedeckt bei Raumtemperatur 16 Stunden ruhen lassen.

Für den Hauptteig:

Sauerteigansatz
240g Roggenvollkornmehl
220g Roggenmehl, Type 1150
12g Salz
Ca. 240ml Schwarzbier





Für das Brot das Roggenvollkornmehl mit dem Bier vermischen und 1 – 2 Stunden quellen lassen. Dann die übrigen Zutaten zufügen und alles in ca. 7 Minuten gründlich verkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Brotlaib formen und mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten ruhen lassen. Das Brot bei 250°C (Ober-/Unterhitze) 15 Minuten mit Dampf backen, dann den Dampf entweichen lassen, die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 45 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 19. Juni 2016

Lila Schokoladentorte

Heute habe ich zur Abwechslung mal wieder etwas Süßes für euch und zwar eine Lila Schokoladentorte. Das Rezept dazu stammt aus einem Dr. Oetker Backbuch, aber da sie die Rezepte ja immer wieder auch in neuen Büchern verwursten, findet man es auch in mehreren Büchern. Wer sich nun unter dem Namen nichts vorstellen kann, dem sei gesagt, dass es sich um eine Heidelbeertorte mit Quark und weißer Schokolade handelt. Ein Traum, sage ich euch und ganz einfach gemacht noch dazu. Wenn denn nun endlich mal so etwas wie Sommer ist, passt diese Torte auch hervorragend dazu, weil sie so schön erfrischend und fruchtig ist.


Zum Vorbereiten:

1 Glas Heidelbeeren (Abtropfgewicht 125g)
25g gemahlene Mandeln

Für den Rührteig:
125g Butter
75g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
150g Mehl
2 TL Backpulver
50g weiße Schokolade, fein gehackt

Für den Creme:
5 Blatt weiße Gelatine
250g Sahnequark
50g Zucker
250ml Heidelbeersaft (aus dem Glas, evtl. mit Wasser aufgefüllt)
200ml Schlagsahne

Zum Verzieren:

50g weiße Schokolade, grob gehackt
1 TL Öl

Für die Lila Schokoladentorte die Heidelbeeren abgießen und dabei den Saft auffangen, dann die Heidelbeeren mit den gemahlenen Mandeln mischen. Die Butter mit dem Rührgerät schaumig rühren, dann Zucker und Vanillezucker unterrühren und weißschaumig aufschlagen. Die Eier nach und nach unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und in zwei Portionen auf niedrigster Stufe nur kurz unterrühren. Die gehackte Schokolade kurz unterheben. Den Teig in eine vorbereitete Springform (26cm Durchmesser) füllen. Die Heidelbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Kuchenboden bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 35 Minuten (Stäbchenprobe!) backen. Den Boden aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost vollständig erkalten lassen. Wenn der Boden kalt ist, diesen auf eine Tortenplatte legen und einen Tortenring eng darum stellen. Für den Belag die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Quark mit Zucker und dem Heidelbeersaft verrühren. Die Gelatine ausdrücken und dann bei schwacher Hitze unter Rühren auflösen (die Gelatine darf nicht kochen). Etwas von der Quarkmasse zur Gelatine geben und verrühren (Temperaturausgleich). Dann die Gelatine zur restlichen Quarkmasse geben und gründlich unterrühren. Die Quarkmasse kühl stellen und in der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Wenn die Quarkmasse anfängt zu gelieren, die Sahne unterheben. Die Creme auf den Tortenboden geben, glatt streichen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Zum Verzieren die Schokolade mit Öl über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Schokolade etwas abkühlen lassen und dann in Flecken auf der Torte verteilen. Vor dem Serviere den Tortenring lösen und entfernen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 12. Juni 2016

English Muffins

Heute kommt nun noch das passende Rezept für leckere English Muffins zu den Baked Beans der letzten Woche. English Muffins habe ich schon einmal in der Vollkorn-Variante gemacht, dieses Mal gibt es die „ungesunde“ Version mit normalem Weizenmehl. Das passt einfach noch besser zu den gebackenen Bohnen und wenn schon, denn schon.


Für 8 Muffins:

300g Mehl
6g Trockenhefe
1 TL Natron
6g Salz
15g Zucker
15g Butter
1 Ei
120ml Wasser
Polenta zum Bestreuen des Backblechs

Für die English Muffins das Mehl mit Hefe, Natron, Salz und Zucker mischen. Butter und Ei zufügen und so viel des Wassers unter Kneten zufügen, bis ein glatter, weicher Teig entsteht, der sich von Schüsselrand löst. Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche 2,5cm dick ausrollen und 10cm große Kreise ausstechen. Die Teigkreise auf ein mit Polenta leicht bestreutes Backblech setzen und weitere 20 Minuten ruhen lassen. Dann die Teigkreise ohne Fett in einer heißen Pfanne von jeder Seite ca. 2 Minuten goldbraun braten. Dann wieder zurück auf das Backblech setzen und im 160°C (Ober-/Unterhitze) heißen Ofen noch 10 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!