Samstag, 27. Juni 2020

Lamingtons

Ich hatte von Ostern noch Kokosraspeln übrig und habe überlegt, was ich damit noch alles anstellen könnte. Als ich dann die Lamingtons gesehen habe, war es klar, schließlich ist es das australische Nationalgebäck. Wir fanden die kleinen Küchlein einfach genial. So saftig und schokoladig und das obwohl es gar kein "richtiger" Schokokuchen ist. So toll und lecker kann Resteverwertung sein. Ein Volltreffer.

Für den Teig:
3 Eier
150g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
150g Mehl
1 TL Backpulver
75g geschmolzene Butter

Für die Lamingtons die Eier mit Zucker, Vanilleextrakt und Salz sehr schaumig schlagen. Dann Mehl und Backpulver mischen, darüber sieben und vorsichtig unterheben. Die geschmolzene Butter vorsichtig untermischen und alles in eine gefettete Form (20cm x 20cm) füllen und bei 170°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen. Den Biskuit in der Form etwas abkühlen lassen, dann stürzen und vollständig abkühlen lassen.

Für die Kakao-Tunke:
35g geschmolzene Butter
120ml lauwarme Milch
33g Kakao
150g Puderzucker
1 Prise Salz
100g Kokosraspeln

Die geschmolzene Butter mit der Milch vermischen. Falls die Butter wieder ausflockt, weil die Milch zu kalt war, die Mischung einfach nochmal erwärmen, bis die Butter wieder gelöst ist. Alternativ könnt ihr die Butter auch einfach mit der Milch zusammen erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Kakao und Puderzucker zu der Milchmischung sieben und zusammen mit dem Salz unterrühren. 
Den Biskuit in 16 gleich große Würfel schneiden, kurz in die Kakao-Milch-Mischung tunken und dann in den Kokosraspeln wälzen. Auf einen Küchenrost setzen und etwas antrocknen lassen. Die Lamingtons danach am besten auf einen Kuchenteller setzen und noch etwas im Kühlschrank durchziehen lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 20. Juni 2020

Pistazien-Pralinen

Manchmal habe ich Ideen oder Rezepte im Kopf, die mich nicht wieder loslassen und dann muss ich die unbedingt ausprobieren - okay, das ist eigentlich ständig der Fall, also Normalzustand ;) Dieses Mal war es eine Pistazienganache für Pralinen. Ich mag Pistazien sehr gerne und vor allem Pistaziencreme, die man sich auf's Brot schmieren kann, hat es mir angetan. Ich habe auch schon einmal Pistazienganache für Macarons gemacht, wollte es dieses Mal jedoch in Pralinenform genießen. Wie immer sind Pralinen etwas aufwändig, wenn man, so wie ich, die Hohlkörper selber macht. Ihr könnt aber auch die Masse einfach kühlen, dann zu Kugeln formen und in Kakao wälzen. Das habe ich mit der restlichen Füllung gemacht. Das sind mit die besten Pralinen, die ich je gemacht habe. Ein absoluter Favorit!


Für die Pralinen:
60g Pistazienkerne
150g weiße Kuvertüre, fein gehackt
75g Sahne
25g Puderzucker
150g weiße Kuvertüre, fein gehackt

Für die Pralinen die Pistazienkerne zu einer feinen, cremigen Paste mahlen, das funktioniert bei dieser kleinen Menge am besten mit dem Pürierstab. Die Sahne aufkochen und über die gehackte weiße Kuvertüre geben, umrühren bis die Schokolade geschmolzen ist. Den Puderzucker und die Pistaziencreme untermischen. 
Für die Hohlkörper drei Viertel von der weißen Kuvertüre über einem warmen Wasserbad schmelzen, die Kuvertüre sollte dabei nicht wärmer als 40°C werden. Dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die restliche Kuvertüre unterrühren, bis die Temperatur der Kuvertüre 27-28°C beträgt. Die Schüssel nun wieder auf das Wasserbad setzen und die Kuvertüre vorsichtig auf 30-31°C erwärmen. Eine Pralinenform mit 15 Mulden mit der flüssigen Kuvertüre befüllen und die Form langsam schwenken, bis die Mulde gleichmäßig überzogen ist.Die Form über der Schüssel auf den Kopf drehen und die restliche Kuvertüre zurück in den Topf laufen lassen. Die Form für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Kuvertüre fest ist.
Die Füllung in die vorbereitete Form füllen. Danach die restliche Kuvertüre, die noch von der Herstellung der Pralinenformen übrig ist, erneut schmelzen und die Füllung damit bedecken. Die Pralinen kühl stellen und dann aus der Form stürzen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 13. Juni 2020

Dalgona Coffee

Habt ihr schon vom neusten Trend im Internet gehört? Dalgona Coffee? Man kommt ja gar nicht mehr an diesem Getränk vorbei und ich musste testen, was an diesem Hype so dran ist. Eigentlich ist es gar nichts super Neues und wird in vielen Regionen der Welt so oder ähnlich genossen. Im Grunde genommen ist es schaumig geschlagener Kaffee, der auf kalter Milch (egal welche Variante) gesetzt wird. Wer sich jetzt wundert, wie aus Zucker, löslichem Kaffeepulver und Wasser Kaffee-Schaum entstehen kann, dem kann ich sagen, es funktioniert tatsächlich (allerdings wirklich nur mit löslichem Kaffeepulver und nicht mit frisch gebrühtem Kaffee). Eigentlich kein Wunder, denn wenn man Espresso kocht, erhält man ja auch die typische Crema und dieser Kaffeeschaum ist einfach konzentrierter durch den niedrigeren Wassergehalt und das konzentrierte Kaffeepulver.
Ich war ja zuerst skeptisch, weil löslicher Kaffee im Normalfall nicht wirklich nach einem ordentlichen Kaffee schmeckt, aber dieser Dalgona Coffee hat etwas an sich und schmeckt uns wirklich super, so wie Eiskaffee. Den gibt jetzt im Sommer fast täglich.

 
Für 2-3 Kaffees:
2 EL lösliches Kaffeepulver
2 EL Zucker
2 EL heißes Wasser
kalte Milch und Eiswürfel zum Servieren (Menge nach Belieben)

Für den Dalgona Coffe Kaffeepulver, Zucker und Wasser Schüssel in ca. 3 Minuten mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Milch und Eiswürfel in ein Glas geben und den Kaffee-Schaum darauf verteilen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 6. Juni 2020

Zitronen-Pralinen

Pralinen gehören für mich nicht nur zu Weihnachten, sondern ich kann eine gute Praline auch im Frühjahr oder Sommer genießen. Natürlich passe ich dann aber den Geschmack an. Während ich im Winter Karamell, Nüsse und dunkle Schokolade bevorzuge, mag ich in den warmen Jahreszeiten weiße Schokolade und Zitrusnoten gerne. Dieses mal habe ich mich für Zitronen-Pralinen entschieden. Da ich von der Hochzeit meines Bruders noch etwas Ruby-Schokolade übrig hatte, habe ich die Hohlkörper daraus hergestellt, da ich die Schokolade für etwas Besonderes benuzen und nicht einfach so naschen wollte. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern hat eine ganz eigenen, spannenden Geschmack. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann die Füllung auch einfach zu Kugeln rollen und in Puderzucker wälzen.

 
Für die Pralinen:
50g weiche Butter
50g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
Schale von 1 Zitrone, fein abgerieben
125g weiße Kuvertüre, geschmolzen
150g Ruby- Schokolade

Für die Pralinen die Butter mit dem Puderzucker schaumig schlagen, dann Zitronensaft und Zitronenschale unterrühren. Dann die geschmolzene Kuvertüre unterrühren.
Für die Hohlkörper drei Viertel von der Ruby-Schokolade über einem warmen Wasserbad schmelzen, die Kuvertüre sollte dabei nicht wärmer als 43°C werden. Dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die restliche Schokolade unterrühren, bis die Temperatur der Kuvertüre 26°C beträgt. Die Schüssel nun wieder auf das Wasserbad setzen und die Kuvertüre vorsichtig auf 29°C erwärmen. Eine Pralinenform mit 15 Mulden mit der flüssigen Kuvertüre befüllen und die Form langsam schwenken, bis die Mulde gleichmäßig überzogen ist.Die Form über der Schüssel auf den Kopf drehen und die restliche Kuvertüre zurück in den Topf laufen lassen. Die Form für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Kuvertüre fest ist.
Die Füllung in die vorbereitete Form füllen. Danach die restliche Schokolade, die noch von der Herstellung der Pralinenformen übrig ist, erneut schmelzen und die Füllung damit bedecken. Die Pralinen kühl stellen und dann aus der Form stürzen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 3. Juni 2020

Rhababer Muffins

Endlich habe ich in meinem Garten selbst eine Rhababer Pflanze, genau genommen sogar zwei. Da die Pflanzen noch ganz frisch gesetzt sind, konnte ich dieses Jahr noch nicht so viel ernten. Deshalb gab es einen Kuchen mit einem geringeren Rhababer Anteil und ich habe mich für Rhababer Muffins entschieden. Die waren so lecker, dass sie alle gleich verputzt waren und wir ganz traurig sind, dass sie schon leer sind. Bevor die Rhababer-Saison also vorbei ist, müsst ihr die unebdingt nachmachen und ich kann es schon kaum abwarten, bis ich nächstes Jahr mehr ernten darf :)


Für den Teig:
200g Rhababer
30g Zucker
125g weiche Butter
125g Zucker
2 Eier
Schale von 1/2 Zitrone
200g Mehl
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
2-3 EL Milch

Für den Teig Rhababer waschen, von den Fasern befreien, in kleine Stücke schneiden und mit Zucker mischen. Dann weiche Butter mit Zucker schaumig schlagen, die Eier einzeln unterrühren und Zitronenschale untermischen. Mehl, Backpulver und Salz mischen und unter die Butter-Eier-Mischung rühren. Bei Bedarf noch etwas Milch zufügen, damit ein cremiger, nicht zu fester Teig entsteht. Den Rhababer unter den Teig heben und den Teig gleichmäßig auf die Mulden eines mit Muffinpapieren ausgelegtes Muffinblech verteilen.

Für die Streusel:
100g Mehl
30g Zucker
1 Prise Salz
50g weiche Butter

Für die Streusel Mehl, Zucker und Salz mischen, dann die Butter zufügen und alles mit den Händen zu Streuseln verkneten. Die Streusel gleichmäßig auf dem Teig verteilen und die Muffins bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Mit Puderzucker bestäubt servieren.
 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 23. Mai 2020

San Sebastian Cheesecake

Habt ihr schon von San Sebastian Cheesecake gehört? Der ist im Netz im Moment der totale Renner. Da ich Käsekuchen liebe, war es klar, dass ich auch diese Variante ausprobieren musste. Der Cheesecake ist unglaublich cremig und hat eine samtige Konsistenz. Obwohl ich normalerweise gerade den knusprigen Boden bei einem Käsekuchen liebe, so habe ich ihn hier gar nicht vermisst. Der Kuchen wird sehr heiß, dafür aber nur ganz kurz gebacken, wodurch der Kern unvergleichlich cremig bleibt. 


Für den Cheesecake:
400g Doppelrahmfrischkäse
100g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
200g Sahne
15g Mehl

Für den Cheesecake Frischkäse mit Zucker und Salz cremig, aber nicht schaumig rühren. Dann Eier, Salz und Vanilleextrakt untermischen, die Sahne unterrühren und das Mehl darüber sieben und kurz untermischen. Die Frischkäsemasse in eine mit Backpapier ausgekleidete Springform (18cm Durchmesser) füllen und bei 275°C (Heißluft) 20-25 Minuten bei mittlerer Einschubleiste backen. Der Cheesecake sollte an der Oberfläche sehr dunkel werden, innen aber cremig und wackelig bleiben. Den Cheesecake bei Raumtemperatur abkühlen lassen und dann entweder lauwarm oder komplett abgekühlt genießen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 16. Mai 2020

Kaisersemmel

Kaisersemmeln zu formen ist wirklich die hohe Kunst des Brötchenformens. Nachdem ich bereits zwei gescheiterete Versuche hinter mir hatte und kurz davor war aufzugeben, da die Brötchen einfach unförmige Klumpen waren, habe ich dieses Video mit dazugehörigem Rezept gefunden. Ich habe mich an einen weiteren Versuch gewagt und die vielen Tipps von hier haben mir sehr geholfen (vor allem, dass man die Brötchen in Roggen- und nicht in Weizenmehl wenden soll um sie zu formen), sodass nun doch noch ansehnliche Brötchen entstanden sind, die auch noch sehr lecker schmecken. Etwas üben muss ich zwar noch, aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg.


Für den Vorteig:
80g Weizenmehl, Type 550
80g Wasser (20°C)
1g frische Hefe

Für den Vorteig alle Zutaten vermischen und zugedeckt bei Zimmertemperatur 3 Stunden aufgehen und danach 12-24 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

Für den Hauptteig:
Vorteig
170ml Wasser (18°C)
50ml Vollmilch
420g Weizenmehl, Type 550
10g Salz
12g frische Hefe
6g Backmalz (enzymaktiv)
10g Butter

Für den Hauptteig alle Zutaten 6 Minuten langsam und dann weitere 4 Minuten auf zweiter Stufe kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Den Teig danach 30 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Den Teig in 80g schwere Stücke teilen, rundschleifen und dann abgedeckt weitere 25 Minuten ruhen lassen. Danach jeden Teigling beidseitig in Roggenmehl Type 1150 wenden und etwas flach drücken. Dann aus den Teigstücken Kaisersemmeln nach dieser Anleitung formen und mit dem Stern nach unten auf ein mit Roggenmehl bestäubtes Küchentuch setzen und abgedeckt 25-35 Minuten aufgehen lassen. Danach die Semmeln umdrehen und mit dem Stern nach oben auf zwei mit Backpapier belegtes Backbleche legen und mit Wasser absprühen. Nun die Brötchen bei 230°C (Ober-/Unterhitze) nacheinander ca. 20 Minuten mit Dampf goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!