Sonntag, 31. Juli 2016

Bauernbrot (No Knead)

Heute kommt noch ein vorerst letztes Rezept für Sauerteigbrot für euch. Dieses Mal handelt es sich um ein Bauernbrot, das ganz ohne Kneten auskommt. Da mir das mit dem Löffel aber zu beschwerlich beim Rühren ist, nehme ich trotzdem die Rührmaschine. Aber es geht auch ohne, deshalb könnt ihr auch Brot backen, ohne besonderes Equipment. Das Brot ist schön würzig, hat eine gleichmäßige Porung und eine schöne krosse Kruste. Ein sehr leckeres Brot, eines meiner Lieblingsbrote bisher. Vorerst habe ich jetzt alle Varianten durchprobiert, bin aber immer für neue Anregungen dankbar. Habt ihr noch Rezepte (besonders für Roggenbrote, die nicht krümelig werden), die ich unbedingt ausprobieren muss? Dann immer her damit.


Für den Sauerteig:
150g Roggenmehl, Type 1150
120g Wasser
15g Roggenanstellgut

Für den Autolyseteig:
450g Weizenmehl, Type 1050
300g Wasser (35°C)

Für den Hauptteig:
Sauerteig
Autolyseteig
150g Roggenmehl, Type 1150
75g Wasser (40°C)
10g Butter
30g Honig
15g Salz


Für den Sauerteig alle Zutaten mischen und 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Für den Autolyseteig am Backtag Mehl und Wasser vermischen und 60 Minuten ruhen lassen. Für den Hauptteig nun alle Zutaten mit einem Löffel vermischen. Den Teig 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dabei alle 30 Minuten falten. Danach den Teig zu einem länglichen Brotlaib formen. Das Brot mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 70 Minuten reifen lassen. Das Brot einschneiden und bei 250°C 15 Minuten mit Dampf backen. Dann den Dampf entweichen lassen und die Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 50 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 24. Juli 2016

Pizzateig ohne Kneten

Nachdem ich angefangen habe Pizza selbst zu machen, gab es kein Zurück mehr: nie wieder Fertigpizza und Co. Selbstgemacht ist einfach so viel besser, das sprengt jeden Vergleich. Über die Jahre hinweg habe ich dann immer wieder an der perfekten Pizza gearbeitet und so einiges verändert. Eine andere Form, einen anderen Teig, unterschiedliche Arten des Belags und so weiter. 
Jetzt bin ich der perfekten Pizza recht nahe gekommen: der Teig geht 24 Stunden und wird nur mit extrem wenig Hefe angesetzt und dann muss er noch nicht einmal geknetet werden. Dadurch ergibt sich ein wunderbar aromatischer Teig, der knusprig ausbäckt und schöne Poren und eine tolle Kruste hat. 
Als nächstes habe ich mir einen Pizzastein zugelegt, wobei ich damit wirklich noch ein bisschen üben musste. Am Anfang landeten die Pizza halb auf dem Stein und der Belag daneben. Was ein Chaos und welch eine Sauerei, die ich danach irgendwie wieder beseitigen durfte. Ich war schon kurz davor aufzugeben, habe dann aber doch noch einen Versuch gewagt. Den Teig habe ich mit einem klitzekleinen bisschen weniger Wasser zubereitet und nach geeignetem Equipment für das Hinüberbugsieren auf den Pizzastein gesucht. Gefunden habe ich jetzt ein Brett, das zwar dafür auch nicht optimal ist, aber es funktioniert halbwegs. Der Belag besteht aus würziger Salami und ganz viel Käse und die Pizza war echt der Hammer. 
Näher an die perfekte Pizza komme ich jetzt nur noch mit dem richtigen Equipment und einem echten Holzofen. Der Teig aber, der ist perfekt, den könnt ihr auch für alle anderen Varianten an Pizza nutzen. Also nix wie ran an den Ofen!


Für den Teig:
375g Mehl
1/8 TL Trockenhefe
1 TL Salz
250ml Wasser


Für den Pizzateigs abends um 19 oder 20 Uhr alle Zutaten mit einem Löffel verrühren und dann abgedeckt über Nacht bis zum nächsten Abend bei Raumtemperatur stehen lassen. Den Ofen (am besten mit einem Pizzastein) so heiß wie möglich, mindestens aber auf 250°C vorheizen. Den Pizzateig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche noch einmal durchkneten, bis er nicht mehr an der Arbeitsfläche klebt. Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen und jeweils mit den Händen zu dünnen runden Fladen drücken (nicht mit einem Nudelholz rollen!). Je einen Fladen auf ein Holzbrett, das gründlich mit Mehl bestäubt ist legen. Den Teig nach Belieben mit Tomatensoße, Käse und gewünschtem Belag belegen und dann auf den Pizzastein „schubsen“. Die Pizza ca. 5-8 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 17. Juli 2016

Teriyaki Fleischbällchen

Heute habe ich wieder ein leicht asiatisch angehauchtes Gericht für euch: Teriyaki Fleischbällchen. Die Fleischbällchen werden vergleichsweise neutral und leicht gewürzt, dafür aber in einer kräftigen, aromatischen und würzigen Sauce gegart. Ingwer, Sojasauce und Knoblauch spielen hierbei eine Hauptrolle und ergänzen sich wunderbar. Dazu gab es bei uns Quinoa, aber auch Reis schmeckt toll dazu. Eine schöne Abwechslung zur normalen Frikadelle und dem bereits allseits bekannten italienischen Fleischbällchen (hierfür habe ich noch gar kein Rezept online, fällt mir gerade ein….).


Für die Sauce:
¼ cup Sojasauce
1 cup Wasser
1 EL frisch geriebener Ingwer
½ Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL brauner Zucker
1 EL Honig
1 EL weißer Essig
1 EL Speisestärke

Für die Fleischbällchen:
500g Rinderhackfleisch
1 Ei
1/3 Semmelbrösel
½ TL Salz
Pfeffer
1 TL Worcestershiresauce
½ Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Öl

Zum Servieren:
Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
150g Quinoa

Für die Sauce alle Zutaten gründlich verrühren. Für die Fleischbällchen alle Zutaten bis auf das Öl gut vermischen und dann zu kleinen Bällchen formen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten goldbraun anbraten. In der Zwischenzeit den Quinoa nach Packungsangabe kochen. Die Sauce über die Fleischbällchen gießen und noch ca. 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Fleischbällchen gar sind und die Sauce angedickt ist. Die Frühlingszwiebeln darüber streuen und zusammen mit dem Quinoa servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 10. Juli 2016

Roggenvollkornbrot

Heute habe ich ein reines Roggenvollkornbrot für euch. Ich mag den herzhaften, kräftigen und würzigen Geschmack von Roggen. Da es sich um Roggenvollkornmehl handelt und keine weiteren Triebmittel als Sauerteig verwendet wird, ist das Brot etwas kompakter. Ich finde es aber trotzdem super lecker. Am besten schmeckt das Brot mit einem kräftigen Brotbelag. Toll stelle ich mir das Brot auch zu den typisch hessischen Gerichten Kochkäse oder Handkäse mit Musik vor.


Für den Sauerteig Stufe 1:
85g Roggenvollkornmehl
85g Wasser (50°C)
9g Roggenanstellgut
Für den Sauerteig der Stufe 1 alle Zutaten verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Sauerteig Stufe 2:
260g Roggenvollkornmehl
230g Wasser (40°C)
9g Salz
Für den Sauerteig der Stufe 2 zu dem Sauerteig der Stufe 1 Mehl, Wasser und Salz zugeben, gründlich verrühren und 8-10 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.  

Für den Hauptteig:
Sauerteig Stufe 2
100g Roggenvollkornmehl

Für den Hauptteig dann noch das restliche Mehl zufügen alles gut vermengen und zu einem länglichen Brot formen. Das Brot mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten reifen lassen. Das Brot einschneiden und bei 240°C 15 Minuten backen (ohne Dampf). Dann die Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 30 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 3. Juli 2016

Manti

In letzter Zeit habe ich gerne türkische Rezepte ausprobiert. Neben dem Lamahcun, den ich euch letztens schon vorgestellt habe, sind Manti, also eine Art türkische Tortellini, ein Muss. Der Teig und die Füllung sind, wie immer, schnell gemacht, nur das Füllen und Zubereiten benötigt ein bisschen Zeit oder ein weiteres Paar helfende Hände. Dazu gibt es einen Joghurt Dip und schon hat man eine würzige, leckere und durch den Joghurt erfrischende Mahlzeit auf dem Tisch. Besonders die herzhafte, kräftig gewürzte Füllung mit ganz vielen Kräutern hat es mir angetan, die ist wirklich so lecker. Macht das unbedingt mal nach.


Für den Teig:
400g Mehl
1 Ei
1 Eigelb
½ TL Salz
125ml Wasser

Für die Füllung:
250g Rinderhackfleisch
1 Zwiebel, sehr fein gewürfelt
½ frischer Petersilie, fein gehackt
½ TL getrocknete Minze
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Paprikapulver
½ TL Salz
Pfeffer

Zum Servieren:
300g türkischer Joghurt
2 Knoblauchzehen, zu einer feinen Paste verrieben
Salz
2 EL Butter
1 TL Pul Biber


Für den Teig Mehl, Eier, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt 45 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit für die Füllung alle Zutaten gründlich verrühren. Dann den Teig in vier Teile teilen und mit der Nudelmaschine zu gleichmäßig dünnen Streifen ausrollen (Stufe 4 von 7 bei meiner Maschine). Die Nudelbahnen zu 5x5cm großen Quadraten schneiden. Die Füllung gleichmäßig (ca. ½ TL) mittig auf allen Quadraten verteilen. Dann je zwei gegenüberliegende Ecken zusammendrücken, sodass Pyramiden entstehen. Die Teigränder gut verschließen, damit die Füllung nicht beim Kochen heraustritt. 



Zum Servieren den Joghurt mit dem Knoblauch und etwas Salz abschmecken. Die Butter zerlassen und Pul Biber einrühren. Die Nudeln in kochendem Salzwasser ca. 5-6 Minuten garen (am besten nacheinander oder in einem sehr großen Topf), herausheben und sofort mit der Joghurtsoße und der Gewürzbutter servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!