Ich melde mich mal wieder aus der Versenkung zurück (warum erzähle ich euch bestimmt auch bald). Im Moment komme ich nicht wirklich viel zum Ausprobieren von neuen Gerichten, egal ob süß oder herzhaft. Ich weiß auch nicht, aber manchmal hat man einfach ein kreatives Tief.
Ein kleines Hoch stellt jedoch dieser Obstboden dar. Passend zur Jahreszeit gibt es bei uns jetzt ganz häufig Erdbeerboden mit Sahne, weil die Erdbeeren im Garten richtig Gas geben und jetzt alle reif werden. Selbst gefplückte Erdbeeren aus dem (eigenen) Garten - was gibt es besseres? Ich liebe Erdbeeren einfach über alles und deshalb müssen sie auch mit einem selbstgebackenen Biskuitobstboden gekürt werden.
Für einen Obstboden:
2 Eiweiße
35g Zucker
2 Eigelbe
2 EL heißes Wasser
40g Zucker
75g Mehl
25g Speisestärke
2 TL Backpulver
Für den Obstboden das Eiweiß steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Dann Eigelbe mit Wasser und Zucker hellschaumig schlagen (so kann man sich das Abwaschen der Rührer sparen). Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und über das Eigelb sieben. Die Hälfte des Eiweißes zufügen und alles glatt verühren. Dann das restliche Eiweiß vorsichtig unterheben. Den Teig in eine gefettete mit Mehl bestäubte Obstbodenform (oder Tarteform) geben und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 10 - 15 Minuten goldbraun backen. Den Boden 5 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann stürzen.
Der Obstboden kann nun mit reichlich frischen Früchten belegt werden. Wer mag kann noch einen Tortenguß darüber geben. Wir machen diesen immer selbst, weil wir den fertigen Tortenguß nicht mögen. Dafür einfach 250ml Wasser (oder Saft nach Wahl) mit 2 EL Zucker aufkochen. 2 gestrichene EL Kartoffelmehl (keine "normale" Speisestärke, sonst wird der Guß nicht durchsichtig sondern weiß) in etwas kaltem Wasser auflösen und in das Wasser einrühren. Kurz aufkochen lassen und dann über den Früchten verteilen.
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!
Dienstag, 29. Mai 2018
Sonntag, 6. Mai 2018
Japanese Milk Bread
Wer von mir verlangen würde, dass ich auf Brot verzichten muss, der steht auf verlorenem Posten. Ich liebe frisch gebackenes Brot in jeglicher Form. Was gibt es denn besseres als frisch gebackenes, noch warmes Brot oder Brötchen oder jede andere Variante von brotähnlichem Gebäck, auf das man etwas Butter verstreicht, die dann zerläuft…
Deshalb konnte ich auch gar nicht anders als dieses japanische Milchbrot auszuprobieren, weil es mit einem Verfahren für einen Vorteig arbeitet, dass ich so noch nie gesehen habe. Für den Starter, Tangzhong genannt, wird nämlich Wasser, Milch und Mehl zusammen (fast wie bei einem Brandteig) aufgekocht und dann zum restlichen Teig gegeben. Das Resultat ist ein besonders flaumig weiches Gebäck. Die Form hierbei ist variabel. Ihr könnt es als Brot (aus der Form) backen oder als Brötchen, oder als Hot-Dog-Brötchen in der Split-Top-Variante oder oder oder.
Für den Starter (Tangzhong):
3 EL Wasser
3 EL Milch
2 EL Mehl, Type 550
Für den Teig:
300g Mehl, Type 550
25g Zucker
1 TL Salz
1 Pk. Trockenhefe
1 Ei
55g geschmolzene Butter
120ml Milch
Geschmolzene Butter zum Bestreichen
Für den Starter alle Zutaten in einem kleinen Topf verrühren und dann bei mittlerer Hitze erhitzen bis die Mischung andickt und der Schneebesen eine Linie auf dem Topfboden hinterlässt. Die Mischung abkühlen lassen. Dann für den Hauptteig Mehl, Zucker, Salz und Hefe mischen, das Ei, die Butter und den Starter und so viel der Milch zugeben und verkneten, bis ein geschmeidiger, weicher Teig entsteht. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Dann den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche in 8 Stücke teilen, zu kleinen Kugeln formen und in eine gefettete Kastenform setzen. Den Teig eine weitere Stunde gehen lassen, mit geschmolzener Butter bestreichen und dann bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 Minuten goldbraun backen und noch einmal mit geschmolzener Butter bestreichen.
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!
Sonntag, 22. April 2018
Lauchquiche
Juhu, endlich ist es wieder warm und man kann lange und ausgiebig draußen sein. Ich habe das gute Wetter so vermisst und hoffe, dass der Sommer im Frühling uns noch eine Weile erhalten bleibt. Jetzt wird es auch wieder Zeit für Essen im Freien, Picknick, Grillen und Co. Heute habe ich deshalb eine Lauchquiche für euch, die schön vorzubereiten ist, warm, lauwarm oder auch kalt schmeckt und die vor allem gut zu transportieren und ohne Besteck zu essen ist. Also ein all-around-Talent. Und richtig lecker schmeckt sie auch noch, was will man also mehr?!
Für den Teig:
180g Mehl
½ TL Salz
100g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
Ca. 100ml eiskaltes Wasser
Für die Füllung:
750g Lauch
Öl
250ml Sahne
2 Eier
Salz
Pfeffer
Muskat
Für die Lauchquiche da Mehl mit dem Salz mischen und mit der Butter zu kleinen Krümeln verkneten. Dann so viel des Wassers zufügen, bis der Teig gerade so zusammenhält. Die Teigkrümel auf ein Stück Frischhaltefolie geben und mithilfe der Folie zu einem „Teig“ zusammendrücken. Den Teig mindestens eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Lauch putzen, in feine Ringe schneiden und in etwas Öl weich dünsten. Den Lauch abkühlen lassen. Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwas größer als die Quicheform (26cm Durchmesser) ausrollen und in die gefettete Form geben. Den Lauch darauf verteilen. Sahne und Eier vermischen und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und über den Lauch gießen. Die Quiche 45 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) backen.
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!
Donnerstag, 5. April 2018
Hähnchen mit Granatapfelsiurp
Und da kommt schon ein Rezept, das Granatapfelsirup verwendet und das sogar reichlich, insgesamt 120ml. Das Hähnchen ist saftig und durch die Marinade und hat durch den Granatapfelsirup sowie den Knoblauch ein herrlich aromatischen Geschmack. Dazu gab es bei uns Bulgur und Brokkoli. Ein schönes Gericht, das auch unter der Woche schnell gemacht ist.
Für das Hähnchen:
1kg Hähnchenschenkel
4 Knoblauchzehen, angedrückt
2 TL Paprikapulver
4 Zweige Rosmarin
60ml Orangensaft
2 EL Olivenöl
Salz
120ml Granatapfelsirup
2 EL Honig
Für das Hähnchen die Hähnchenschenkel in einen Gefrierbeutel geben, Knoblauch, Paprika, Rosmarin, Rosmarin, Orangensaft und Olivenöl zugeben und mindestens 30 Minuten marinieren lassen. Die Hähnchen danach in eine flache Auflaufform geben, salzen und bei 190°C 20 Minuten backen. Granatapfelsirup und Honig mischen, gegebenenfalls leicht erwärmen, wenn es zu dickflüssig ist und dann das Hähnchen von allen Seiten bestreichen (ich habe das mindestens dreimal gemacht) und weitere 10 Minuten garen.
Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Samstag, 24. März 2018
Indische Kräuterkartoffeln
So es ist soweit, heute kommt das letzte Rezept in der inoffiziellen Bockshornkleeblätter-Rezepte-Serie. Es handelt sich wieder um ein indisches, sehr einfaches Gericht mit Kartoffeln. Dieses Mal gibt es die Kartoffeln ganz pur, gebraten mit ganz vielen Bockshornkleeblättern. Die schmecken, wie Bratkartoffeln eigentlich immer, hervorragend ganz pur und natürlich als Beilage zu allem Möglichen. Als nächstes muss ich mich wohl oder übel meinem Granatapfelsirup widmen und schauen, wie ich den verarbeiten kann. Habt ihr irgendwelche Ideen? Immer her damit :)
Für die Kräuterkartoffeln:
500g Kartoffeln, geschält
3 EL Öl
½ TL Chiliflocken
2 EL getrocknete Bockshornkleblätter, 10 Minuten in Wasser eingeweicht und abgetropft
Salz
Für die Kräuterkartoffeln die Kartoffeln in 1,5cm große Würfel schneiden und im Öl von allen Seiten knusprig braun braten. Dann die Chiliflocken und die abgetropften Bockshornkleeblätter zugeben, kräftig salzen und weitere 5 Minuten braten, bis die Kartoffeln gar sind.
500g Kartoffeln, geschält
3 EL Öl
½ TL Chiliflocken
2 EL getrocknete Bockshornkleblätter, 10 Minuten in Wasser eingeweicht und abgetropft
Salz
Für die Kräuterkartoffeln die Kartoffeln in 1,5cm große Würfel schneiden und im Öl von allen Seiten knusprig braun braten. Dann die Chiliflocken und die abgetropften Bockshornkleeblätter zugeben, kräftig salzen und weitere 5 Minuten braten, bis die Kartoffeln gar sind.
Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Sonntag, 18. März 2018
Naan
Heute kommt nun das letzte Woche versprochene Naan-Brot, das nicht nur zu den würzigen Kräuterkartoffeln schmeckt, sondern zu jeglichem indischen Gericht aber auch als Beilage zum Grillen (wir müssen uns ja schon mal vorbereiten). Theoretisch könnte man auch noch Bockshornkleeblätter in den Teig zufügen, es schmeckt aber auch pur. Ich liebe ja Brot in jeglicher Form und diese pfannengebacke Variante macht da keine Ausnahme und ist auch (für Brot) super schnell gemacht.
Für das Brot:
250g Mehl
1 TL Trockenhefe
½ TL Backpulver
½ TL Salz
75g Joghurt
Ca. 100ml Milch
250g Mehl
1 TL Trockenhefe
½ TL Backpulver
½ TL Salz
75g Joghurt
Ca. 100ml Milch
Für das Brot Mehl, Hefe, Backpulver und Salz mischen, dann Joghurt und so viel der Milch unterkneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst. Den Teig abgedeckt für ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig in sechs gleich große Stück teilen und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche mit bemehlten Fingern zu kleinen Fladen formen. Die Teigfladen in einer heißen Eisenpfanne ohne Fett von beiden Seiten goldbraun braten.
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!
Sonntag, 11. März 2018
Dum Aloo Chaman – würzige Kräuterkartoffeln
Meine Suche nach Rezepten für getrocknete Bockshornkleeblätter hat sich zu einem informellen Bockshornkleeblätter-Event entwickelt. Das kommt davon, wenn man eine Packung getrocknete Bockshornkleeblätter für eine indische Großfamilie kauft. ;) Dieses Mal habe ich Kräuterkartoffeln mit einer würzigen Sauce für euch. Wir haben dazu Naan gegessen, das stelle ich euch dann das nächste Mal vor. Das Rezept ist einfach, schnell gemacht, schmeckt, wie bei indischen Gerichten üblich, herzhaft würzig und ist leider nicht sonderlich fotogen... Und ihr könnt euch schon mal freuen, denn ein allerletztes Rezept mit Bockshornkleeblättern habe ich dann auch noch für euch :).
Für die Kräuterkartoffeln:
500g kleine Kartoffeln, geschält und geviertelt
Öl
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Daumengroßes Stück Ingwer, fein gehackt
2 EL Öl
1 TL Chiliflocken
½ TL Kurkuma
1 TL Garam Masala
200g Tomatenpüree
100g Joghurt
Salz
2 EL getrocknete Bockshornkleeblätter
Für die Kräuterkartoffeln die Kartoffeln in reichlich Öl goldbraun anbraten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Öl glasig anbraten, dann Chili, Kurkuma und Garam Masala zufügen und etwas mitbraten. Dann Tomatenpüree zufügen und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 5 Minuten garen, dann Joghurt zufügen und ebenfalls 5 Minuten weiterkochen lassen. Dann die Kartoffeln zugeben, salzen und die Bockshornkleeblätter unterrühren. Alles ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind, evtl. etwas Wasser zufügen, bis die Sauce cremig ist.
500g kleine Kartoffeln, geschält und geviertelt
Öl
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Daumengroßes Stück Ingwer, fein gehackt
2 EL Öl
1 TL Chiliflocken
½ TL Kurkuma
1 TL Garam Masala
200g Tomatenpüree
100g Joghurt
Salz
2 EL getrocknete Bockshornkleeblätter
Für die Kräuterkartoffeln die Kartoffeln in reichlich Öl goldbraun anbraten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Öl glasig anbraten, dann Chili, Kurkuma und Garam Masala zufügen und etwas mitbraten. Dann Tomatenpüree zufügen und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 5 Minuten garen, dann Joghurt zufügen und ebenfalls 5 Minuten weiterkochen lassen. Dann die Kartoffeln zugeben, salzen und die Bockshornkleeblätter unterrühren. Alles ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind, evtl. etwas Wasser zufügen, bis die Sauce cremig ist.
Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
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