Samstag, 9. Mai 2020

Rüblikuchen

Ich habe bereits vor vielen Jahren einmal einen Möhrenkuchen gebacken, der auch ganz gut geschmeckt hat, aber irgendwie hatte ich ihn als nicht saftig genug und mit zu wenig Karotten in Erinnerung. Deshalb habe ich dieses Jahr an Ostern noch einmal einen Versuch gewagt. Doch auch der zweite Versuch machte mich noch nicht glücklich, da es ein Rührkuchen mit Karotten drin war und nicht das, was ich mir unter einem saftigen, aromatischen Karottenkuchen vorgestellt habe. Deshalb habe ich mich auf die Suche begeben und dann ein tolles Rezept für einen Rüblikuchen gefunden. Das Rezept stammt aus dem Buch "Die Schätze aus Omas Backbuch" von Rosenmehl. Und endlich schmeckt der Kuchen genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe: saftig, aromatisch, nussig und er ist auch noch herrlich luftig.
Der Kuchen wird normalerweise mit der doppelten Teigmenge in einer Springform mit 26cm Durchmesser gebacken. Ich fand das für uns aber zu viel und habe deshalb die Hälfte in einer Gugelhupfform gebacken. Das war für uns gerade ausreichend.
Dazu habe ich dieses Mal ein Frischkäse-Frosting gemacht, das ich aber dazu gereicht habe, weil mein Mann ja keine Milchprodukte verträgt. So konnte jeder den Kuchen nach Belieben entweder pur oder mit Frosting genießen. Da teilt sich unsere Familie übrigens in zwei Lager: die einen lieben das Frosting, die anderen hassen es ;)

 
Für den Rüblikuchen:
4 Eigelbe
150g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
150g geraspelte Möhren

200g gemahlen Haselnüsse
50g gehackte Haselnüsse
4 Eiweiß
50g Zucker
35g Mehl
1 TL Zimt
1 TL Backpulver

Für den Rüblikuchen die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt schaumig rühren. Dann die Möhren und die beiden Haselnuss-Sorten untermischen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. 1/3 des Eiweißes unter die Eigelbmasse mischen. Mehl, Zimt und Backpulver mischen, darüber sieben und unterrühren. Das restliche Eiweiß vorsichtig unterheben. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Backform füllen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 Minuten backen. Den Kuchen danach etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann stürzen.

Für das Frosting:
70g zimmerwarme Butter
50g Puderzucker
100g zimmerwarmer Frischkäse
Schale 1 Zitrone

Für das Frosting die Butter schaumig schlagen, dann den Puderzucker unterrühren und weiter schlagen, bis eine weiße schaumige Creme entstanden ist. Den Frischkäse nur kurz unterrühren und dann die Zitronenschale untermischen. Das Frosting entweder auf den Kuchen streichen oder separat dazu servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 2. Mai 2020

Roggenbrot mit Schrot

Vor kurzem war ich doch auf der Suche nach einem herzhaften, dunklen Brot und bin auf dieses Rezept für ein Roggenbrot mit Schrot gestoßen. Das Rezept ergibt ein kräftiges, dunkles und gleichzeitig saftiges Brot, das jedoch feinporiger ist als viele meiner anderen Brotrezepte. Das liegt daran, dass es sich um ein reines Roggenbrot handelt. Ich mag das sehr gerne, weil das Brot kräftig genug für einen würzigen Brotbelag ist und ich Roggenbrot generell mag. Wert Angst hat, dass das Brot durch das Schrot kernig oder grob wird, dem kann ich versichern, dass es eine zarte, angenehme Konsistenz hat.


Für den Sauerteig:
175g Roggenvollkornmehl
175g Wasser (50°C)
4g Salz
35g Anstellgut

Für den Sauerteig alle Zutaten vermischen und bei Raumtemperatur 16 Stunden reifen lassen.

Für das Brühstück:
75g Roggenschrot (mittel vermahlen)
150g Wasser (100°C)
9g Salz

Für das Brühstück alle Zutaten vermengen und die Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich kein Kondenswasser bildet. Das Brüstück ebenfalls bei Raumtemperatur 16 Stunden quellen lassen.

Für den Hauptteig:
Brühstück
75g Wasser (100°C)
250g Roggenmehl, Type 1370
Sauerteig

Für den Hauptteig Brühstück mit kochendem Wasser vermegen, dann Mehl und zum Schluss den Sauerteig zufügen. Alle zu einem klebrigen, zähen Teig vermischen. Den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, dann zu einem runden Brotlaib formen und mit Schluss nach unten in einen bemehlten Gärkorb setzen. Das Brot offen 90 Minuten reifen lassen, dann auf einen heißen Backstein stürzen und 10 Minuten bei 250°C (Ober-/Unterhitze) ohne Dampf backen, die Temperatur auf 220°C reduzieren und das Brot weitere 45 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 25. April 2020

Nussecken

Manchmal gehen mir bestimmte Rezepte oder Gerichte nicht aus dem Kopf. Bei den Nussecken war das auch der Fall. Ich habe sie irgendwo gesehen und seitdem nicht mehr aus meinem Kopf bekommen. Zum Glück gibt es die auch beim Bäcker zum Kaufen und so konnte ich meinen Hunger auf Nussecken erst mal stillen. Allerdings war es damit immer noch nicht getan und ich musste (!) die Nussecken unbedingt nachmachen. Ich habe mich für dieses Rezept entschieden, jedoch mit Walnüssen gemacht, was mir noch viel besser schmeckt als mit jeder anderen Nusssorte. Ihr könnt das aber natürlich nach eurem Geschmack abwandeln. Und wie immer sind die Nussecken tausendmal besser als von jedem Bäcker. Wenn man den Teig noch etwas vorbackt bevor die Konfitüre und Nussmasse darauf kommen, wird der Boden noch knuspriger, das versuche ich das nächste Mal auch ;)


Für den Boden:
300g Mehl
1 TL Backpulver
130g Zucker
130g Butter
2 Eier

Für die Füllung:
4 EL Aprikosenkonfitüre
200g Butter
200g Zucker
2 EL Vanillezucker
4 EL Wasser
400g Walnüsse, gehackt
150g geschmolzene Zartbitterkuvertüre

Für den Boden das Mehl mit Backpulver und Zucker mischen und die Butter mit den Fingern "einknete", bis feine Krümel entstanden sind. Dann die Eier zufügen und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig rechteckig ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Ich habe den Teig direkt auf dem Backpapier ausgerollt, so klappt es am einfachsten und man kann den Teig gut rüber heben. Die Aprikosenkonfitüre auf dem Boden verstreichen. Dann Butter, Zucker und Vanillezucker zusammen unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und eine homogene Masse ergeben hat (ich habe die Masse leicht köcheln lassen). Dann das Wasser (habe ich vergessen und keinen Unterschied gemerkt) und die Nüsse hinzufügen, alles vermischen und gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Die Nussecken nun bei 170°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und noch warm in 32 Dreiecke schneiden. Die Nussecken erkalten lassen und dann die Ecken in die geschmolzene Zartbitterkuvertüre tauchen oder damit bestreichen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 18. April 2020

Rauriser Roggenbrot

Ich bin begeistert von diesem Rauriser Roggenbrot. Es ist saftig, hat eine knusprige Kruste und eine gleichmäßige Porung und das obwohl es ein reines Roggenvollkornbrot mit hohem Schrotanteil ist. Es riecht unglaublich aromatisch und eignet sich hervorragend für kräftige Brotbeläge. Ein herrliches Brot genau nach meinem Geschmack.

 
Für den Sauerteig Stufe 1:
120g Roggenvollkornmehl
120g Wasser (50°C)
24g Anstellgut
3g Salz

Für den Sauerteig Stufe 1 alle Zutaten vermischen und 16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für das Brühstück:
120g Roggenschrot, mittel vermahlen
180g Wasser (100°C)
9g Salz

Für das Brühstück das Schrot mit Salz und kochendem Wasser vermischen und direkt auf der Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken. Das Brühstück ebenfalls 16 Stunden nachquellen lassen.

Für den Sauerteig Stufe 2:
Sauerteig Stufe 1
120g Roggenvollkornmehl
150g Wasser (50°C)
3g Salz 

Für den Sauerteig Stufe 2 alle Zutaten vermischen und 3 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Hauptteig:
Sauerteig Stufe 2
Brühstück
230g Roggenvollkornmehl
150g Wasser (55°C)
30g flüssiger Gerstenmalzextrakt (enzyminaktiv)

Für den Hauptteig alle Zutaten zu einem feucht-klebrigen Teig mischen und 1 Stunde ruhen lassen. Den Teig zu einem länglichen Brot formen, mit Schluss nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen setzen und  weitere 90 Minuten gehen lassen. Das Brot auf ein vorgeheizten Backstein stürzen und bei 250°C (Ober-/Unterhitze) 10 Minuten ohne Dampf backen, dann die Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 45 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 5. April 2020

White Bean Chili

Abwechslung muss sein, vor allem beim Essen finde ich. Deshalb gab es bei uns als Abwechslung zum regulären Chili con Carne dieses weiße Bohnen Chili, das super cremig ist und das ganz ohne Sahne. Ich habe die Chili nicht direkt am Anfang mitgekocht, sondern wir haben das Chili im Nachhinein jeder nach seinem Empfinden ordentlich mit Chilipaste gewürzt. So kann sich jeder seinen Schärfegrad selbst aussuchen. Wir haben das Chili einfach mit einem Stück Brot genossen, man kann es natürlich auch noch mit einem Klecks saurer Sahne und diversen Toppings aufpeppen oder Tacos/Burritos damit füllen und so weiter. Ich fand es extrem lecker und eine tolle Alternative zu den roten Bohnen-Tomatensoße-Chilis, die man sonst so findet.


Für das Chili:
250g weiße Bohnen
4 Knoblauchzehen
500g Hackfleisch
Öl
1 Zwiebel, fein gewürfelt

1 TL Salz
Pfeffer
2 TL Kreuzkümmel
1 TL getrockneter Oregano
1/2 TL gemahlener Koriander
1 EL Mehl
500ml Brühe
120ml Milch
Zitronensaft
Scharfe Chilipaste zum Servieren

Für das Chili die Bohnen in der dreifachen Menge Wasser zusammen mit dem Knoblauch weich garen. Das geht am schnellsten wenn man sie über Nacht eingeweicht hat und dann im Schnellkochtopf gart. Wenn die Bohnen gar sind das Hackfleisch in etwas Öl anbraten, dann die Zwiebel zufügen und mit dünsten. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Oregano und Koriander würzen. Dann das Mehl zufügen und kurz mit anschwitzen. Das Chili mit der Brühe ablöschen und aufkochen lassen. Ca. 2/3 der Bohnen zum Fleisch geben, den Rest der Bohnen zusammen mit dem Knoblauch pürieren und ebenfalls zufügen. Alles noch einmal kurz aufkochen lassen, Milch zufügen und kräftig mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Jetzt kann sich jeder das Chili nach Geschmack scharf würzen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Montag, 30. März 2020

Hamburger Rundstück

Im Moment backe ich unsere Brötchen für das Sonntagsfrühstück immer selbst und bin auf so viele Rezepte gestoßen, die ich unbedingt ausprobieren musste, um unseren Favorit zu finden. Auch diese Hamburger Rundstücke musste ich nachmachen und bin ganz angetan.  Meinem Mann gefiel vor allen Dingen, dass die Kruste so schön glatt war. Für mich dauerte die Arbeit am Backtag allerdings zu lange, da ich nicht so lange auf mein Frühstück warten möchte. Da uns die Brötchen aber gut geschmeckt haben, werde ich sie auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf aufbacken :).
Jetzt habe ich aber genug Brötchenvarianten ausprobiert und werde mich demnächst mal wieder auf die Suche nach Brotrezepten begeben. Weiß einer von euch ein tolles Rezept mit hohem Roggenanteil, das schön aromatisch schmeckt? 


Für den Vorteig:
150g Weizenmehl, Type 550
100g Wasser
0,2g Frischhefe

Für den Vorteig alle Zutaten mischen und 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.


Für den Hauptteig:
Vorteig
350g Weizenmehl, Type 550
7g Backmalz (enzymaktiv)
160g Milch
60g Wasser
10g Frischefe
8g Salz
12g Butter

Für den Hauptteig alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster und weitere 10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig 60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen und dann nach 20 und 40 Minuten kurz durchkneten. Den Teig in 10 gleichmäßig große Stücke teilen und diese zu runden Kugeln formen. Die Kugeln dann leicht länglich formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die Brötchen 60 Minuten gehen lassen, nach 45 Minuten die Brötchen entlang der kurzen Seite einschneiden. Die Brötchen bei 250°C (Ober-/Unterhitze) 10 Minuten mit Dampf backen, dann die Ofentür öffnen um den Dampf entweichen zu lassen und die Brötchen weitere 10 Minuten bei 230°C goldbraun zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 22. März 2020

Salted Caramel Chocolate Macarons

Ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr könnt euch mit der Situation in diesen verrückten Zeiten gut arrangieren und bleibt gesund. Da wir ja nun alle genug Zeit zum Backen haben, habe ich die Gelegenheit genutzt und endlich diese Salted Caramel Chocolate Macarons nachgemacht. Im Moment stehe ich total auf gesalzenes Karamell, das schmeckt einfach genial und die Kombination mit Schokolade ohnehin unschlagbar. Und auch diese Macarons sind unglaublich lecker, wenn mir auch die Karmell-Schokoladenfüllung fast zu süß ist. Ich würde daher das nächste Mal die Schokoladen-Füllung wie bei diesen Schokoladen-Macarons machen und dann von der unten stehenden Karamell-Füllung nur ein Drittel machen.

Für die Macarons:
85g gemahlene Mandeln
80g Puderzucker
22g Kakao
72g Eiweiß
1 Prise Salz
105g Zucker
35g Wasser

Für die Macarons die Mandeln mit Puderzucker und Kakao mischen und sieben, dann die Hälfte des Eiweißes untermischen, bis ein fester Teig entsteht. Dann Zucker mit Wasser erhitzen, wenn die Mischung eine Temperatur von 105°C erreicht hat, die zweite Hälfte des Eiweißes anfangen steif zu schlagen. Wenn die Zuckermasse 118°C erreicht hat, diese unter Rühren zum Eiweiß zufügen und die Masse so lange weiterschlagen, bis sie dickschaumig und abgekühlt ist. Das steifgeschlagene Eiweiß nun unter die Mandelmasse heben, bis ein cremiger Teig entstanden ist, der wie ein Band vom Löffel fließt. Die Masse in einen Spritzbeutel mit runder Tülle füllen und gleichgroße Kreise (ca. 4cm Durchmesser) auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen. Das Blech ein paar mal auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Luftbläschen aus den Macarons entweichen können. Die Macarons nun ca. 30 Minuten antrocknen lassen, bis die Oberflächer nicht mehr am Finger klebt. Dann die Macarons bei 170°C (Heißluft) 10-12 Minuten backen, dann abkühlen lassen.

Für die Füllung:
110g Zucker
106g Sahne
37g Zartbitterschokolade, grob gehackt
1/4 TL Fleur de Sel
8g Butter

Für die Füllung den Zucker in einem ausreichend großen Topf karamellisieren lassen, dann die Sahne zufügen und unterühren und so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Unter 3/4 der Karamellmasse die Zartbitterschokolade rühren, bis sich diese aufgelöst hat. In das restliche Viertel das Fleur de Sel und die Butter rühren. Beide Füllungen kalt stellen und dann in je einen Spritzbeute mit runder Tülle füllen.
Die Macarons nach Größe sortieren. Auf je die Hälfte der Schalen die Schokoladenmasse als runden Kreis spritzen. In die Mitte je einen Klecks Karamellfüllung geben und die zweite Schale oben drauf setzen und etwas andrücken. Die Macarons am besten ein paar Stunden durchziehen lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!