Montag, 5. November 2018

Kölner Röggelchen

Mein Brot backe ich ja seit knapp drei Jahren immer selbst und seitdem kommt mir auch kein gekauftes mehr auf den Tisch - bei Brötchen sieht das hingegen leider noch anders aus, da man die ja am liebsten zum Frühstück essen möchte und da dann entsprechend vorplanen muss, um zur Frühstückszeit auch die Brötchen fertig zu haben. Das erfordert entweder einiges an Organisationsgeschick oder frühes Aufstehen ist gefragt. In der Mehrzahl der Fälle essen wir deshalb auch Brot zum Frühstück oder greifen im Notfall auch mal auf Brötchen vom Bäcker oder Aufbackbröchten zurück. Dieses Mal habe ich jedoch Brötchen wieder selbst gebacken und wie immer gemerkt, die sind um Längen besser als alles, was man so kaufen kann. Der einzige Nachteil bei diesen Kölner Röggelchen ist, dass man für das Sonntagsfrühstück ziemlich früh aufstehen muss oder erst brunchen kann ;)
Die Brötchen sind herrlich aromatisch, haben eine lockere Krume und eine knusprige Kruste - so mag ich meine Brötchen.

Das Rezept ergibt entweder 4 große Doppelbrötchen oder 8 kleine Brötchen.


Für den Roggensauerteig:
75g Roggenmehl, Type 1150
50g Wasser
8g Anstellgut

Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und bei Raumtemperatur 18 Stunden reifen lassen.

Für den Vorteig:
100g Weizenmehl, Type 550
65g Wasser
1g Frischhefe

Für den Vorteig alle Zutaten mischen und ebenfalls bei Raumtemperatur 18 Stunden reifen lassen.

Für den Hauptteig:
Sauerteig
Vorteig
325g Weizenmehl, Type 550
185g Wasser
10g Salz
5g Frischhefe
8g flüssiges Gerstenmalz (habe ich im Bioladen gefunden)

 
Für den Hauptteig alle Zutaten 8 Minuten auf niedrigster und dann weitere 3 Minuten auf zweiter Stufe zu einem elastischen, glatten Teig kneten. Den Teig dann 60 Minuten bei 26°C 60 Minuten gehen lassen. Dafür habe ich den Ofen kurz angeschaltet (50°C) und dann den Teig abgedeckt im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen. Nach 20 und 40 Minuten den Teig ausstoßen. Dann den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche in 8 gleich große Stücke teilen und diese zu Kugeln und dann länglich formen. Je zwei Teigstücke mit den Längsseiten aneinanderlegen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten bei 26°C gehen lassen. Dann die Brötchen bei 250°C (Ober-/Unterhitze) 5 Minuten mit Dampf backen, den Dampf entweichen lassen und die Bröchten bei 230°C weitere 15 Minuten zu Ende backen.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!


Sonntag, 30. September 2018

Chocolate Cookies mit karamellisierter weißer Schokolade

Habt ihr schon mal von karamellisierter weißer Schokolade gehört? Ich bis zu diesem Video von Cupcake Jemma auch noch nicht. Ich war natürlich gleich hin und weg und habe mich ein bisschen informiert, wie man das genau macht. Der "klassische" Weg scheint im Ofen zu sein und dauert eine knappe Stunde. Dafür habe ich, ehrlich gesagt, keine Geduld und ich finde es auch eine ziemliche Energieverschwendung, deshalb habe ich noch nach anderen Möglichkeiten gesucht und wurde hier fündig (dort findet ihr auch gute Fotos von den einzelnen Phasen der Karamellisation). Offenbar funktioniert das auch ganz wunderbar in einer Pfanne, man muss nur ein bisschen mehr aufpassen. Ich habe dann mein altbewährtes Rezept für Double Chocolate Cookies genommen, die Schokostückchen im Teig weggelassen und nachdem der Teig zu kleinen Kugeln gerollt wird mit je einem Klecks flüssiger karamellisierter Schokolade oder auch einem Stück in der ausgekühlten Variante belegt und dann wie im Rezept beschrieben gebacken. Hat wunderbar funktioniert, sieht lustig aus und ist eine schöne Abwechslung zum klassischen Schoko Cookie. Und wie schmeckt karamellisierte weiße Schokolade nun? Einfach lecker und tatsächlich wie eine Mischung aus Schokolade und Karamell. Einfach mal ausprobieren.


Für die karamellisierte weiße Schokolade:
weiße Schokolade, Menge nach Wunsch (am besten gleich ein bisschen mehr machen ;) )

Die weiße Schokolade in einer beschichteten Pfanne unter ständigem Rühren (am besten mit einem hitzeresistenten Silikonspachtel) erst schmelzen und dann karamellisieren lassen. Es kann sein, dass die Schokolade erst etwas fester wird, bevor sie wieder flüssig wird. Lasst sie einfach so lange in der Pfanne, bis sie die gewünschte Farbe hat. Je höher ihr die Temperatur wählt, umso schneller karamellisiert die Schokolade natürlich, allerdings ist dann die Gefahr, dass die Schokolade verbrennt auch größer.


Die karamellisierte weiße Schokolade könnt ihr danach in ein Gefäß geben oder auf ein Backpapier streichen und wieder erkalten lassen und bei Zimmertemperatur lagern. Die Schokolade schmeckt pur und natürlich in vielen Rezepten, in denen sonst weiße Schokolade verarbeitet wird, die Möglichkeiten sind hier schier endlos.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 19. September 2018

Muffinhasen

Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen, was mit mir lost ist :) Nein, es ist noch kein Ostern, denn diese süßen Muffinhasen schmecken auch sonst zu jeder Jahreszeit und sind bei einer Kindergeburtstagsfeier der absolute Hit. Und seien wir mal ehrlich, auch Erwachsenen schmecken diese niedlichen Hasen bestimmt gut. Ich habe als Basis mein Rezept für Sugar Donut Muffins genommen, dafür aber nicht in Zucker gewälzt. Dekoriert werden die Hasen dann mit selbst gebackenen Hippen, die wie Ohren geformt werden. Noch ein bisschen Schokolade und Zuckerguss, ein paar Silberperlen und schon sind die Hasen fertig.


Für die Hippenmasse:
80g Puderzucker
80g Mehl
1 Eiweiß
100ml Milch

Für die Hippen alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Wenn Klümpchen entstehen, den Teig durch ein Sieb streichen. Danach den Teig für 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Je etwa 1 TL Teig auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte ausgelegtes Backblech geben und zu länglichen Ohren formen. DIe Hippen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 5 Minuten backen, bis sie am Rand beginnen braun zu werden. Die Hippen etwas auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Rost legen und vollständig erkalten lassen.

Für die Verzierung:
25g Zartbitterschokolade
40g Puderzucker
1-2 TL Milch
Silberperlen

Die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle schmelzen lassen. Dann in einen Spritzbeutel mit feiner Lochtülle geben und die Hasenohren (Hippen) damit verzieren. Die Schokolade trocknen lassen und dann die Hippen als Ohren in die Muffins stecken. Aus Puderzucker und etwas Milch einen festen Zuckerguss rühren, ebenfalls ein einen Spritzbeutel mit feiner Lochtülle geben und Augen, Nase, Mund und Zähne der Hasen darauf spritzen. Fertig ist der Hase.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 9. September 2018

Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln

Zwetschgenkuchen ist einer meiner Favoriten, aber auch hier kann man hin und wieder Abwechslung gebrauchen. Wenn die dann noch so gut schmeckt wie dieser Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln umso besser. Im Gegensatz zum traditionellen Hefekuchen wird dieser hier aus Mürbeteig gemacht, deshalb ist er auch umso schneller gemacht. Außerdem enthält er Nüsse und Zimt und bekommt deshalb ein herbstliches Gewand. Ein toller Kuchen, der hervorragend mit frisch geschlagener Sahne, aber auch mit einer Kugel Vanilleeis schmeckt.


Für den Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln:
300g Mehl
200g Zucker
140g gemahlene Haselnusskerne
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
200g kalte Butter in kleinen Stücken
30g gehackte Haselnusskerne
1/2 TL Zimtpulver
750g Zwetschgen 


Für den Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln Mehl, Zucker, gemahlene Haselnusskerne, Backpulver und Salz mischen, Butter zufügen und alles mit dem Knethaken zu Krümeln verkneten. 2/3 der Teigkrümel in eine mit Backpapier ausgekleidete Backform füllen und mit einem Löffel zu einem glatten Boden festdrücken. Die restlichen Haselnusskerne und das Zimtpulver zu den restlichen Teigkrümel geben und zu Streusel verkneten. Den Boden und die Streusel für 1 Stunde kalt stellen. In der Zwischenzeit die Zwetschgen entsteinen und halbieren. Dann die Zwetschen gleichmäßig auf dem Boden verteilen, die Streusel darüber geben und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) für ca. 50 - 60 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen und mit geschlagener Sahne servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 1. September 2018

Almond Meltaway Cookies

Ihr werdet jetzt vielleicht denken: ja, ist denn schon Weihnachten?! Aber nein, Cookies gehen das ganze Jahr über, wobei natürlich Weihnachten schneller wieder da ist, als man denkt...
Diese Cookies wollte ich unbedingt machen, um meinen Mandelextrakt auszuprobieren. Die Wahl war eine gute Entscheidung, denn die Cookies sind herrlich mürbe und schmecken fast wie Marzipan. Ich habe euch zwar die Glasur wie im Originalrezept aufgeschrieben und damit sehen sie auch ganz hübsch aus, aber mir war die Glasur eigentlich zu süß und ich würde die Cookies das nächste Mal einfach pur genießen.

Für die Cookies:
2 cups Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
225g Butter
3/4 cup Zucker
1 Ei
2 TL Mandelextrakt

Für die Cookies Mehl, Backpulver und Salz mischen. Butter mit Zucker schaumig schlagen, dann das Ei und den Mandelextrakt unterrühren. Die Mehlmischung nur kurz untermischen, bis ein glatter Teig entsteht. Aus je 1 EL Teig Kugeln formen, dann leicht platt drücken und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die Cookies dann bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 8 Minuten backen, die Cookies sollen nicht bräunen. Die Cookies etwas auf dem Blech abkühlen lassen und dann auf einem Kuchenrost vollständig erkalten lassen.

Für die Glasur:
1 cup Puderzucker
1 EL Wasser
1 1/2 TL Mandelextrakt

Für die Glasur alle Zutaten vermischen, je knapp einen TL davon auf die Cookies streichen.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 26. August 2018

Zitronenrolle

Mein Bruder hatte Geburtstag und hat sich seine absolute Lieblingstorte, eine Zitronenrolle, gewünscht. Die bekam er schon immer von unserer Oma gebacken und er isst sie einfach sehr gerne. Die Füllung ist schön sauer, das mag ich auch sehr gerne. Und ich bin ganz stolz auf mich, denn der Biskuit ist beim Aufrollen nicht gerissen. Ich hätte sie auch nicht bestreichen müssen ;)

 
Für den Teig:
4 Eiweiß
25g Zucker
1 Prise Salz
4 Eigelbe
4 EL heißes Wasser
100g Zucker 
1 TL Vanilleextrakt
75g Mehl
50g Speisestärke
2 TL Backpulver
Zucker zum Bestreuen

Für den Biskuit die Eiweiße mit Zucker und Salz steif schlagen. Dann Eigelbe mit Wasser und Zucker sehr schaumig schlagen, den Vanillextrakt unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und über die Eigelbmischung sieben. Das Mehl unterrühren und dann das Eiweiß vorsichtig unterheben. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 15 Minuten backen. Den Teig danach mit etwas Zucker bestreuen, ein sauberes Küchenhandtuch darauf legen und den Teig auf ein Rost stürzen. Das Blech und das Backpapier entfernen und den Teig mitsamt des Küchentuches von der kurzen Seite her aufrollen. Den Biskuit vollständig erkalten lassen.


Für die Füllung:
600g Sahne
50g Puderzucker
3 Pk. Sahnesteif
Saft und abgeriebene Schale von 2 Zitronen

Für die Füllung die Sahne mit dem Puderzucker und dem Sahnesteif steif schlagen. Dann Saft und Zitronenschale unterheben. Die Biskuitrolle wieder aufrollen, ca. 2/3 der Füllung darauf streichen, dabei einen Rand von ca. 2cm frei lassen. Den Biskuit wieder aufrollen und mit der restlichen Sahne bestreichen und mit Tupfen verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 19. August 2018

Käsesahnetorte

Meine Mutter hat sich schon lange eine Käsesahnetorte gewünscht und nun ist es endlich soweit. Passend zu dem warmen Wetter gibt es diese herrlich erfrischende, feine, cremig und samtige Torte.  Ein Klassiker und das zu Recht, denn sie hat uns allen sehr gut geschmeckt.


Für den Biskuit:
3 Eiweiß
50g Zucker
3 Eigelbe
100g Zucker
3 EL heißes Wasser
1 TL Vanilleextrakt
75g Mehl
75g Speisestärke
2 TL Backpulver

Für den Biskuit das Eiweiß zusammen mit 50g Zucker steif schlagen. Dann Eigelbe mit 100g Zucker und Wasser sehr schaumig schlagen, dann Vanillextrakt unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und über die Eigelbmischung sieben. Das Mehl untermischen, dann 1/3 des Eischnees unterheben. Den restlichen Eischnee unter die Masse heben und dann den Teig in eine gefettete, mit Backpapier ausgekleidete Springform (26cm Durchmesser) füllen und den Biskuit ca. 30 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) backen. Den Biskuit erkalten lassen und dann waagerecht einmal halbieren.

Für die Füllung:
8 Blatt weiße Gelatine
120ml Orangensaft
50g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
500g Magerquark
500ml Sahne
Puderzucker zum Bestäuben

Für die Füllung die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit den Orangensaft mit Zucker und Vanillextrakt erwärmen, dann die Gelatine darin auflösen. Den Quark cremig rühren und dann einen Teil davon unter die Orangensaftmischung rühren. Dann die Orangensaftmischung unter den restlichen Quark mischen, dabei ständig rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben, sobald diese anfängt zu gelieren. 

Die eine Hälfte des Biskuitbodens auf eine Tortenplatte setzen und einen Tortenring fest darum stellen. 4/5 der Füllung auf den Biskuitboden streichen und dann kalt stellen. Die restliche Füllung ebenfalls kalt stellen. Den oberen Biskuitboden nun in 9 oder 12 gleichmäßig große Tortenstücke schneiden. Sobald die restliche Füllung etwas fest geworden ist, in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und 9 oder 12 gleichmäßig große Tupfen an den Rand der Torte spritzen, die Biskuit-Tortenstücke darauf setzen. Die Torte mindestens 4 Stunden kühl stellen, den Tortenring entfernen und die Torte mit Puderzucker bestäubt servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!