Sonntag, 6. März 2011

Na endlich! Oder: Kreppel die Zweite

Nachdem mein erster Versuch Kreppel zu backen geschmacksmäßig ein völliger Reinfall und die Konsistenz auch nicht der Bringer war, habe ich es nun endlich geschafft leckere, fluffige und unglaublich lockere Kreppel selbst zu backen. Das Problem lag letztes Mal definitiv am Teig. Es waren zu viele Eier und Flüssigkeit enthalten, sodass der Teig viel zu flüssig war und ich zu viel Mehl nachkneten musste. Der Teig war dann viel zu schwer, ging mit der angegebenen Menge an Hefe nicht genügend auf, sank beim frittieren ab und ist nicht oben auf geschwommen, wie er es eigentlich sollte. 

 
Dieser Teig hier hat die richtige Zusammenstellung an Zutaten, ist einfach, geht wunderbar luftig auf und lässt sich schön frittieren. Dadurch, dass nur Eigelb und kein Eiweiß im Teig enthalten ist, trocknen die Kreppel nicht aus. Das Frittieren klappt auch schon besser und irgendwann schaffe ich es auch einen hellen Rand zu erhalten.
Kreppel machen ist also gar nicht so schwer und dieses Rezept kann ich jedem nur wärmstens empfehlen. An alle die nur gekaufte Kreppel essen oder sich nicht trauen, selbst zu frittieren: traut euch, es ist wirklich einfach, schmeckt gut und ist viel schöner, als Kreppel einfach nur zu kaufen.
Aber hier nun das Rezept.

Für 10 bis 12 kleine Kreppel:
250g Mehl
125 ml Milch
½ Würfel Hefe
30g Zucker
1 Prise Salz
2 Eigelb
25g Butter

Das Mehl in eine Schüssel sieben. Die Milch erwärmen und die Hefe darin auflösen. 2 EL des Mehls  und 1 Prise Zucker zufügen und verrühren. Den Vorteig 15-30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Dann das Mehl mit dem Zucker und Salz mischen und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Eier und Butter in die Mulde geben und zum Schluss den Vorteig zufügen. Jetzt alles gut zu einem glatten Teig verkneten. Die Konsistenz stimmt, wenn sich der Teig gut vom Schüsselrand löst.
Den Teig ca. 60 Minuten an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. Ich decke meinen Teig immer mit einem normalen Küchenhandtuch ab und stelle die Schüssel in den ausgeschalteten Ofen, den ich zuvor auf 50°C vorgeheizt habe.
Jetzt den Teig ca. 2 cm dick ausrollen und Kreise ausstechen oder den Teig in gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Nochmals zugedeckt gehen lassen, bis sich die Teiglinge sichtbar vergrößert haben. 

 
In der Zwischenzeit neutrales Pflanzenfett auf 180°C erhitzen (wer kein Thermometer hat, kann einfach ein Holzstäbchen ins Fett halten. Steigen Bläschen daran auf, ist die richtige Temperatur erreicht.).  Jetzt die Kreppel nacheinander (immer nur ca. 2-3 auf einmal) vorsichtig in das heiße Fett gleiten lassen und ca. 2-3 Minuten frittieren. Dann die Kreppel wenden und zu Ende frittieren, bis sie eine goldgelbe Farbe haben. 


Auf einem Stück Küchenpapier kurz abtropfen lassen und dann noch warm in Zucker wälzen. Die Kreppel ein bisschen auskühlen lassen und frisch genießen.
Wer mag, kann die Kreppel noch mit Marmelade füllen, aber ich mache es mir einfach, schneide sie auf und bestreiche sie dann mit der gewünschten Marmelade (Hagebutte natürlich).

 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Kommentare:

  1. Hallihallo und vielen Dank!!!
    Für dieses tolle Rezept. War mein erster Versuch in Fett gebackener Kreppel und gleich gelungen. Einfach nur Klasse! Endlich kann ich auch diese selbst machen. Für jeden ausprobieren empfohlen!!!
    LG Melli

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  2. Liebe Melli,

    das freut mich sehr, dass dein erster Versuch gleich geklappt hat. Ein guter Kreppel ist durch fast nichts zu schlagen. Lass es dir schmecken.

    LG
    Miri

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