Sonntag, 19. Mai 2013

Káposztás tészta - ungarische Krautnudeln

Wie ihr ja wisst, kommt meine Schwiegerfamilie aus Ungarn und ich habe die ungarischen Gerichte fernab von Gulasch sehr schätzen und lieben gelernt. Eines dieser traditionellen Gerichte, die ich so gerne esse (mein Mann hingegen mag das gar nicht) sind Káposztás tészta, also Nudeln mit gedünstetem Kraut. Das Kraut wird lange geschmort, bis es bräunlich und leicht süß wird, was durch den Karamell, in dem das Kraut geschmort wird zusätzlich unterstützt wird. Im Prinzip ist es genau das Kraut, was ich auch bereits für die Füllung meines Krautstrudels genommen habe. Das ganze ergibt zwar keine richtige Pastasoße, aber die Nudeln (am besten kurze), werden trotzdem nicht rocken, da das Kraut mit relativ viel Öl geschmort wird. Die Krautnudeln kann man dann süß mit Zucker bestreut (was auch ich etwas seltsam finde) oder herzhaft mir reichlich frisch gemahlenem Pfeffer genießen.


Für die Krautnudeln:
½ Weißkohl
2 EL Salz
3 EL Zucker
Ein kleiner Schluck Wasser
7 EL Öl
500g kurze Pasta nach Wahl
Pfeffer, frisch gemahlen

Für die Krautnudeln den Weißkohl auf einer Reibe fein raspeln. Jetzt gut salzen und eine Weile stehen lassen, bis der Kohl Wasser zieht. In einer ausreichend großen Pfanne den Zucker darin karamellisieren lassen, mit etwas Wasser ablöschen, bis sich der Karamell gelöst hat. Jetzt den Kohl gut ausdrücken (so geht auch überschüssiges Salz raus und ihr müsst keine Angst haben, dass das Kraut versalzen schmeckt) und in die Pfanne geben. Bei kleiner Flamme langsam schmoren lassen, dabei hin und wieder umrühren. Das Kraut muss weich werden, wird leicht bräunlich, darf aber nicht angebraten werden. Das dauert seine Zeit, ca. 30 Minuten bestimmt. In der Zwischenzeit die Nudeln al Dente kochen und mit dem Kraut vermischen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich LIEBE Krautnudeln, auch wenn ich sie nicht aus Ungarn kenne, sondern quasi die Alt-DDR-Variante, die es in meiner Familie früher häufig gab :-) Da kommt noch ein guter Schuss Ketchup an die Nudeln, dazu gibt es gebratene Jagdwurst und Reibekäse. Lecker! Könnt ich auch mal wieder essen ;-)

    LG Kirsten

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  2. So traditionelle Familienessen sind doch immer noch die Besten, besonders oder wohl häufig auch aufgrund der Erinnerungen, die damit verbunden sind. In der Kombination kenn ich das nicht, aber Ketchup und Käse passt bestimmt super dazu, so wie zu fast allem ;) Wird das Kraut dann bei euch auch ähnlich geschmort?

    LG
    Miri

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    1. Ja das Schmoren ist schon ähnlich, aber es wird am Anfang kein Zucker zugegeben, sondern wirklich nur das Kraut geschmort. Dafür richtig lange, bestimmt 45 Min., bis es richtig braun ist und von selbst einen leicht süßlichen, karamell-artigen Geschmack bekommen hat :-)

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    2. Dort wird das Kraut auch so lange geschmort und verändert dann wie von selbst die Farbe. Ich guck nur nie auf die Uhr und rate dann, wie lange es wohl gedauert hat ;) Hab vielleicht auch die Zeit ein bisschen zu kurz angegeben :)
      Das Karamell unterstützt den Vorgang zusätzlich und die Ungarn mögen es ja gern ein bisschen süßer.

      LG
      Miri

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  3. Ich liebe Krautnudeln seit ich ein Rezept, seeehr ähnlich deinem, in einem Kinderkochbuch gefunden habe.
    Wir hatten die nun schon eine Weile nicht mehr...muss gleich mal einen Kohlkopf auf dem Einkaufszettel notieren...;)

    Ich schaue übrigens sehr gerne in deinem Blog vorbei.

    Schöne Pfingsten noch!
    Liebe Grüße
    Pia

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    1. Schön, wenn dir meine Anregung und auch insgesamt mein Blog gefällt. Das freut mich sehr :)

      Wünsche auch noch schöne Pfingsten.

      LG
      Miri

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  4. Hallo,
    Krautnudeln sind schon fein! Wir dünsten sie auch in Karamell und bestreuen dann am Tisch das ganze noch reichlich mit Zucker und zu guter-letzt noch mit sehr-sehr viel Pfeffer.

    Liebe Grüße aus Brüssel

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    1. Das mit dem Zucker habe ich auch schon gehört, aber ich nehm immer den Pfeffer ;)

      LG
      Miri

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