Freitag, 15. Juli 2011

Johannisbeer-Gelee

Ich habe schon öfters mal Marmelade und Gelees gemacht. Meist mache ich das immer aus einer Sorte Obst, ich mag es einfach, wenn man den puren Geschmack einer Frucht wirklich auch schmecken kann. In der Regel püriere ich die Früchte (zum Beispiel Brombeeren oder Himbeeren) und passiere das Mus, damit ich eine feine samtige Marmelade erhalte. Mein Freund dagegen ist eher ein Freund von stückigen Marmeladen. Also gehe ich manchmal einen Kompromiss ein und püriere die Hälfte und lasse die andere in Stücken (zum Beispiel bei Erdbeeren oder Kirschen). Eigentlich habe ich zur Marmeladenherstellung früher immer Gelierzucker genommen. 
Allerdings dachte ich mir, dass das doch auch ohne Zusätze und Pülverchen zu machen sein muss, schließlich gibt es das Zeug ja nicht schon immer. Also einmal kurz das Internet durchforstet und herausgefunden: selbstverständlich funktioniert das Marmeladenkochen auch mit stinknormalem Zucker. Besonders bei Johannisbeeren klappt das gut, weil sie von selbst schon sehr gut gelieren (das musste ich schon erfahren, als ich mit normalem Gelierzucker steinhartes Gelee fabriziert habe). 
Hier kann man ein Verhältnis von Früchten zu Zucker von 1:1 nehmen und es geliert wirklich wunderbar und schmeckt auch ebenso. Wahrscheinlich kann man die Zuckermenge auch noch etwas reduzieren, aber das probiere ich das nächste Mal aus. Bei anderen Früchten muss ich die Mengenverhältnisse noch austesten. Die Früchte müssen ohne Gelierzucker zwar etwas länger kochen, aber ehrlich gesagt ist das nicht wirklich schlimm, denn Vitamine sind bei kurzem Kochen der Früchte mit Gelierzucker auch nicht mehr drin und wenn doch, dann fallen die bei der Menge Zucker auch nicht mehr ins Gewicht. 
Johannisbeer-Gelee macht man ja aus Johannisbeersaft. Wer keinen Entsafter hat, kann das Verfahren nutzen, das ich unten beschreibe. Leider weiß ich nicht genau, wie viele Früchte das vorher waren, aber ca. 1kg dürfte ausreichend sein. Da Saft und Zucker aber sowieso im Verhältnis 1:1 gemischt werden, ist es auch nicht tragisch, wenn die Mengen etwas abweichen.

 
Für das Gelee:
750g Johannisbeer-Saft
750g Zucker (davon ca. 40g Vanillezucker)

Für das Gelee die Johannisbeeren gründlich waschen und von den Rispen zupfen. In einen ausreichend großen Topf geben und etwas zermatschen. Die Johannisbeeren aufkochen lassen, bis sie platzen und der Saft austritt. Das Saft-Johannisbeermatsch-Gemisch durch die Flotte-Lotte jagen (oder durch ein Sieb passieren), sodass die Kerne und die Haut der Johannisbeeren ausgesiebt werden. Den nun entstanden Saft mit dem Zucker mischen (beides abwiegen!) und aufkochen lassen. Das Gelee solange sprudelnd kochen lassen, bis die Gelierprobe zeigt, dass es anfängt zu gelieren, das hat bei mir so ca. 8 - 10 Minuten gedauert. Den Schaum oben abschöpfen (den kann man gleich essen, man muss ja schließlich testen, ob das alles auch so gut schmeckt, was man da fabriziert hat ;)), das Gelee noch heiß in Marmeladengläser füllen und gut verschließen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Kommentare:

  1. Leider habe ich keine kostenlose Obstgründe hier (sprich elterlichen Garten u.ä.), deswegen mach ich bei weitem nicht so viel Marmelade wie gerne wollen würde ...
    Johannisbeergelee ist so schön vielseitig, nicht nur für's Brot :-)

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  2. Oh ja, du hast vollkommen Recht! Wenn ich nicht die Möglichkeit hätte im Garten meiner Oma nach Lust und Laune alles an Obst und Gemüse einzupacken, würde ich auch keine Marmelade selbst kochen, dafür sind die gekauften Früchte einfach viel zu teuer.
    Ich liebe Johannisbeergelee besonders zusammen mit Camembert. Was für Varianten magst du?
    LG
    Miri

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