Freitag, 20. Dezember 2013

Eierlikörtrüffel

Diese Trüffel wollten nicht so wie ich es wollte und dabei fing eigentlich alles so gut an. Die Trüffelmasse selbst schmeckt einfach genial lecker, ich könnte mich reinlegen. Die Herstellung der Trüffelmasse hat auch super funktioniert und ist kinderleicht, ihr solltet nur darauf achten, dass ihr den Eierlikör nicht kochen lasst, da er sonst vielleicht gerinnt. Soweit so gut. 


Dann wollte ich eigentlich Hohlkörper selbst herstellen, so wie ich es euch hier bereits einmal gezeigt hatte. Zu Anfang hat das auch gut geklappt. Ich habe die Schokolade geschmolzen, die Pralinenform damit gefüllt und dann kam mein großer Fehler: ich dachte mir dieses Mal mache ich die Pralinenform besonders fein und dünnwandig, damit ganz viel von der leckeren Füllung in die Formen passt. Tja, doofer Fehler, denn nachdem ich die Füllung eingefüllt, alles mit einer Schicht Schokolade wieder verschlossen hatte und die Pralinen aus der Form holen wollte, merkte ich dass alles viel zu instabil war. Die Pralinen sind nur so auseinandergefallen und alles war für die Katz. Und ich habe noch nicht mal ein paar von den verunglückten Pralinen gegessen…. schade :( Ich dachte mir dann, dass ich die verunglückten Pralinen ja wieder zusammen mischen und nochmal kurz einschmelzen, also einfach nochmal von vorne anfangen könnte. Aber irgendwas ist dabei furchtbar schief gelaufen und die Masse ist mir geronnen. Na super, dachte ich mir und hatte schon keine Lust mehr. Von der Masse war nichts mehr da und ich hatte auch nicht mehr genug Eierlikör und weiße Schokolade, um einen neuen Versuch zu starten (auf den hatte ich im Moment auch keine Lust mehr). Ich habe also die Reste an weißer Schokolade genommen und die Trüffelfüllung nochmal zubereitet, nur um euch ein Foto zeigen zu können, denn die Füllung schmeckt wirklich unglaublich lecker (besonders natürlich mit selbstgemachtem Eierlikör) und ihr solltet die unbedingt nachmachen! 

Da ich noch etwas dunkle Schokolade übrig hatte, habe ich die Trüffelmasse gerollt und mit der dunklen Schokolade überzogen. Ich rate euch allerdings, weiße Schokolade dafür zu nehmen, da die feine Trüffelmasse vom herben Geschmack der dunklen Schokolade erschlagen wird. Ihr könnt auch die Trüffel einfach in etwas Puderzucker wälzen, das ist bestimmt auch lecker und macht definitiv weniger Arbeit :). Wer mag, kann sich auch an die Pralinenformenherstellung wagen und dabei bitte meine Fehler vermeiden oder ihr kauft euch ganz einfach Holkörper, wenn ihr den ganzen Trubel so kurz vor Weihnachten vermeiden wollt ;). Nach so viel Chaos kommt jetzt das Rezept für wunderbare Eierlikörtrüffel mit dem weltbesten selbstgemachten Eierlikör.


Für ca. 40 Pralinen:

150g weiße Schokolade, fein gehackt
130ml Eierlikör
50g weiche Butter

(200g weiße Kuvertüre, wenn ihr die Pralinenformen selbst herstellen möchtet)

Für die Pralinen die weiße Schokolade in eine Schüssel geben. Den Eierlikör erhitzen. Die Butter zum Eierlikör geben, schmelzen lassen und dann alles über die Schokolade gießen. Die Masse etwas stehen lassen, dann umrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Die so entstandene Ganache 20 Minuten ruhen lassen.

Die vorbereitete Ganache mit dem Handrührgerät steif schlagen und jetzt könnt ihr euch für verschiedene Varianten entscheiden: in gekaufte Holkörper oder selbst hergestellte Pralinenformen füllen oder die Masse einfach teelöffelweise zu Kugeln rollen und dann in geschmolzene weiße Schokolade tauchen oder in Puderzucker wälzen.

Für alle Mutigen unter euch nun noch die Anleitung für die Herstellung der Pralinenformen:
Die Kuvertüre temperieren. Hierfür die weiße Kuvertüre fein hacken und drei Viertel davon über einem warmen Wasserbad schmelzen, die Kuvertüre sollte dabei nicht wärmer als 40°C werden. Dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die restliche Kuvertüre unterrühren, bis die Temperatur der Kuvertüre 27-28°C beträgt. Die Schüssel nun wieder auf das Wasserbad setzen und die Kuvertüre vorsichtig auf 30-31°C erwärmen. Eine Pralinenform mit 15 Mulden mit der flüssigen Kuvertüre befüllen und die Form langsam schwenken, bis die Mulden gleichmäßig überzogen sind. Die steif geschlagene Ganache in die vorbereiteten Mulden der Pralinenform füllen. Die Füllung kurz anziehen lassen. Danach die restliche Kuvertüre, die noch von der Herstellung der Pralinenformen übrig ist, erneut schmelzen und die Füllung damit bedecken. Die Pralinen kühl stellen und dann aus der Form stürzen. Sollten sich die Pralinen nicht gleich aus der Form lösen, diese kurz in den Kühlschrank stellen, dann sollte es klappen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Kommentare:

  1. So viel Arbeit und wo gehobelt wird fallen Späne. Du gibst wenigsten zu wenn etwas mal nicht so klappt, das macht deinen Blog sympathisch.Wenn ich in anderen Blogs lese sind das alles verkannte Kochgenies und machen Lafer und Co Konkurrenz. Es kann mir keiner erzählen das in der Küche immer alles glatt läuft, selbst bei Profis nicht.
    Mach weiter so!
    LG Maria

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    1. Danke, mach ich ;) Bei mir läuft schon manchmal was schief und dann sieht die Küche auch meist aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen :)

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