Donnerstag, 1. März 2012

No-Knead-Bread

Von dieser Art Brot habe ich nun schon so häufig gelesen: ein Brot, das nicht geknetet wird, also ein no-knead-bread. Aus wenigen Zutaten besteht es dazu auch noch, für Eilige oder Faule ist es trotzdem nicht, denn ein bisschen Vorlaufszeit benötigt das Brot schon, um genau zu sein 18 Stunden. Ansonsten geht das Brot aber wirklich denkbar einfach und die eigentliche Zubereitung ebenso schnell. Man kann schon am Tag zuvor den Teig anrühren (dafür benötigt’s weder eine Küchenmaschine noch sonst irgendein Gerät, auch keinen Kochlöffel – die Hände reichen, Handarbeit sozusagen ;) ) und dann einfach 18 Stunden vergessen und sich selbst überlassen. Nochmal kurz falten … ja, das geht, auch bei einem fast schon flüssigen Teig wie diesem hier, einfach nur mit einem Teigschaber locker übereinander klappen … auf Schönheit oder Präzision kommt es dabei nicht an. Dann nochmal kurz warten und ab in den Ofen … in einer Auflaufform, das Formen des Teiges entfällt. Herauskommt ein saftiges, lockeres Brot mit einer knusprigen Kruste und großen Poren, das durch das lange Gehen sehr würzig und lecker schmeckt, fast wie ein Ciabatta. Bevor ich den Teig in die Auflaufform (meine fasst 3 Liter und ist völlig ausreichend) bugsiert habe, habe ich noch ein bisschen Teig entnommen und kleine Brötchen daraus „geformt“ (einfach auf das Backblech geklekst trifft es wohl eher). Deshalb ist mein Brot auch vergleichsweise flach. Mal sehn, vielleicht mache ich das nächste mal aus dem Teig nur Brötchen, die waren nämlich echt gut :).

 
Für ein Brot:
450g Mehl Type 405
¼ TL Trockenhefe
1 ¼ TL Salz
350ml lauwarmes Wasser

Für das Brot Mehl, Hefe und Salz in einer ausreichend großen Schüssel vermischen. Das Wasser zufügen und nur mit der Hand leicht durchmischen. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig 18 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, den Teig ebenfalls mit Mehl bestäuben und mit Hilfe eines Teigschabers zwei Mal übereinander falten. Nochmals bemehlen und unter einem Tuch ca. 15 Minuten ruhen lassen. Die Schüssel mit einem Küchentuch auslegen und dieses gut bemehlen. Den Teig mit dem Schaber in die Schüssel befördern und nochmals bemehlen. Abgedeckt 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Eine halbe Stunde bevor das Brot gebacken wird den Ofen mitsamt eines Aluguß- oder Keramiktopfs auf 225°C vorheizen. Den Topf aus dem Ofen nehmen, den Boden leicht bemehlen und den Teig mit Hilfe des Tuches in den Topf gleiten lassen. Den Topf leicht hin und her bewegen, damit sich das Brot gleichmäßig darin verteilt. Deckel auflegen und den Topf in den Ofen schieben. Nach 30 Minuten den Deckel abnehmen und dann nochmal 20 Minuten weiter backen. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt. Auf einem Küchenrost auskühlen lassen.

 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Kommentare:

  1. Sehr leckeres Rezept, werde ich morgen gleich mal ausprobieren.
    Ist der 1/4 TL Hefe richtig.... oder ein Tippfehler???
    Kommt mir bei einem knappen Pfund Mehl bisserl wenig vor.
    Danke für's Posten!!
    LG Eri :o)

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    1. Entschuldige, dass ich erst jetzt antworten kann, war über das Wochenende weg. Hoffe, ich komme mit meiner Antwort nicht zu spät:

      Die Mengenangabe ist kein Tippfehler, man braucht wirklich nur so wenig Hefe, da der Teig sehr lange geht. Wir in Deutschland nehmen sowieso häufig zu viel Hefe, es geht auch mit weniger, dauert eben länger.

      Viel Spaß beim Ausprobieren :)

      LG
      Miri

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    2. Kein Problem.... hatte es schon ausprobiert mit "so wenig" Hefe ..... und siehe da..... es klappt hervorragend!
      Nur eilig darf man's nicht haben ;o)

      War echt sehr lecker und wird ab sofort regelmäßig gebacken!
      Danke für's Rezept-Vorstellen!
      LG :o)

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    3. Na das freut mich aber :) Sehr schön, dass dir das Rezept so gut gefallen hat wie mir.

      LG
      Miri

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